Crossover im Massanzug

NEUES DESIGN, NEUE MOTOREN Mazda agiert mit einem Crossover-Trio: Das neuste Mitglied ist der CX-30 im Coupé-Design mit Mildhybrid-Triebwerken.

Der CX-30 schliesst die Lücke zwischen den beiden bestehenden Modellen CX-3 und CX-5. Er basiert auf der Platt-form der Mitte dieses Jahres neu aufgelegten Limousine Mazda 3 (Test AR 34/2019), übernimmt auch deren Motoren und weitere technische Elemente. Die Designer haben dem CX-30 eine massgeschneiderte Karosserie spendiert. Die Coupé-Silhouette, fliessende Linien und sanfte Rundungen sorgen für einen sportlich-eleganten Auftritt. Optisch vermittelt der Crossover mit dem Mix aus SUV und Coupé Kraft und Dynamik, gepaart mit hoher Verarbeitungsqualität.

Eleganter Auftritt dank fliessender Linien und sanfter Rundungen: Mazdas neuer Crossover CX-30.

Innovative Innenausstattung
Trotz relativ langer Frontpartie und einer Gesamtlänge von kompakten 4395 Millimetern fällt beim Öffnen der Türen sofort die Geräumigkeit des Interieurs auf. Das beschert auch den Hinterbänklern gut bemessene Kopf- und Beinfreiheit. Ausgekleidet ist der Innenraum mit hochwertigen und pass-genau verarbeiteten Materialien. Das stoffbezogene Gestühl bietet vorne guten Seitenhalt, kann aber auch mit Lederbezügen geordert werden. Das zweifach verstellbare Lenkrad und die fahrerseitig elektrische Sitzverstellung bringen den Lenker rasch in die optimale Sitzposition. Über drei einwandfrei ablesbare Rundinstrumente werden die fahrrelevanten Daten vermittelt. Zudem verfügt er über ein Head-up-Display, das beispielsweise das gefahrene Tempo auf die Frontscheibe projiziert. Mittig auf dem Armaturenträger positioniert ist das Zentraldisplay (8.8 Zoll). Die modernen Audio- und Infotainmentsysteme werden über einen in griffgünstiger Nähe zum Schalthebel liegenden Drehschalter auf der Mittelkonsole aktiviert. Relevant ist schliesslich auch das Ladevolumen des Kofferraums. Bei normaler Bestuhlung stehen beachtliche 430 Liter zur Verfügung. Die elektrisch bediente Heckklappe erleichtert den Zugang, die Ladekante liegt 73 Zentimeter über Boden.

Mildhybrid-Zweiliter
Der Verkaufsstart im Oktober erfolgt mit dem bereits im Mazda 3 lancierten Zweiliter-Benziner (90 kW/122 PS), der über Zylinderabschaltung und Mildhybrid-Unterstützung via Brems-energie-Rückgewinnung verfügt. Das Triebwerk springt per Startknopf kaum hörbar an, und auch auf Achse bleibt dessen Arbeitsgeräusch dank aufwändiger Lärmdämmung diskret. Der mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe gekoppelte Motor ist in erster Linie auf Spritsparen ausgelegt und deshalb kein Ausbund an Spritzigkeit. Da wirken sich der Crossover-Aufbau sowie lang ausgelegte obere Gänge eben anders aus, als es das schnittige Design suggeriert. Zudem steht die Höchstsleistung von 122 PS erst bei 6000 Touren/min zur Verfügung. Andererseits ist dieses verbrauchsoptimierte Antriebskonzept zeitgemäss und nach kurzer Angewöhnungszeit wohl kein Thema mehr.

Viel Platz, Schiebedach, präzises Schaltwerk und klar strukturiertes Cockpit: Der hochwertige Innenraum des CX-30.

Zweites Triebwerk
Die direkt ausgelegte Servolenkung setzt Fahrer-befehle zielgenau um. Das knackig agierende manuelle Getriebe brilliert mit präzisen, kurzen We-gen und exakt definierten Schaltebenen. Angenehm straff abgestimmt ist das Fahrwerk aus Federbeinen mit Dreieckquerlenkern vorne sowie Verbundlenker-Hinterachse, und die Vierrad-Scheibenbremsen verzögern effizient. Die nur kurz gefahrene Sechsgang-Automatik mit Schaltwippen am Lenkrad hinterliess den Eindruck besonderer Harmonie mit dem Triebwerk. Sie wird wie der Allradantrieb für 2000 Franken Aufpreis angeboten. Bereits die Einstiegsversion des in diversen Ausstattungsversionen lieferbaren Neulings ist gut bestückt, auch mit diversen Sicherheitssystemen. Individualisierungen sind natürlich möglich. Ab November bietet Mazda den CX-30 auch mit dem brandneuen X-Motor an (s. linke Seite). Dieser Zweiliter-Benziner vereinigt die Vorzüge von Diesel- und Benzinmotoren auf sich, ist auch mit Mildhybrid bestückt und wartet mit 132 kW (180 PS) auf. Diese Modelle werden für 35 250 bis 39 650 Franken angeboten, sind damit nicht eklatant teurer und auch vom Motorenkonzept her eine prüfenswerte Alternative.

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