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WIEDERBELEBUNG Die Automobilindustrie meldet sich nach der Krise mit einem regelrechten Feuerwerk an neuen Modellen und Facelifts zurück!

Trotz des düsteren Klimas, das die letzten paar Wochen dominiert hatte, kehrt so langsam wieder Normalität ein. Auch die Autobranche hat in weiten Teilen die Produktion wieder aufgenommen und hofft jetzt auf einen baldigen Aufschwung auch bei den Verkaufszahlen. Die gesamte Automobilindustrie wurde arg gebeutelt und ist jetzt auf der Suche nach einen glimpflichen Ausweg aus der Krise – ­einige Hersteller scheinen den Weg zurück aber erfolgreicher zu beschreiten als andere. Allen voran BMW, die nicht weniger als vier neue Modelle präsentieren, darunter auch das für die Münchner wichtige, neue 4er-Coupé. Dazu kommen auch noch der neue Countryman von Mini und der Alpina XB7. 

BMW 4er
Das neue 4er-Coupé bringt frischen Wind in die Modellpalette von BMW. Mit den riesigen Nieren unterscheidet es sich optisch deutlich vom 3er und soll dank eines steiferen Chassis, eines um 21 Millimeter tieferen Schwerpunkts und einer um 23 Millimeter breiteren Spur auf der Hinterachse auch mehr Fahrspass bieten als die Limousine. Ausserdem, so BMW, kommt eine dynamischere und direktere Lenkung zum Einsatz. Zur Auswahl stehen sechs verschiedene Motorisierungen: der 420i (184 PS), der 430i (258 PS), der M440i (374 PS), sowie der 420d (190 PS), der 430d (286 PS) und der M440d (340 PS). Das Coupé wird sowohl mit Hinterradantrieb sowie auch mit dem XDrive-Allradantrieb lieferbar sein. Freunde von Handschaltgetrieben werden enttäuscht, denn es kommt ausschliesslich der Steptronic-Achtgang-Automat zum Einsatz. Für die richtig scharfe Variante braucht es noch ein wenig Geduld, der Marktstart des M4 ist erst für 2021 vorgesehen. Dieser wird voraussichtlich den 510 PS starken Sechszylinder aus dem X3 und X4M Competition übernehmen.

BMW 5er
Die Ende 2016 lancierte siebte Generation der 5er-Baureihe erhält noch in diesem Jahr ein Facelift. Die Umwandlung zeigt sich vor allem an der Nase mit markanteren Lufteinlässen für eine verbesserte Atmung. Auch die Scheinwerfereinheiten, die immer noch direkt an die Nieren angrenzen, wurden im Vergleich zum Vorgänger leicht gestreckt und verengt und können nun optional auch mit Lasertechnik geordert werden. Die weiteren Änderungen betreffen vor allem die Farbpalette, die mit neuen Lackierungsmöglichkeiten aufwartet, sowie die Auswahl der Felgen. Im Inneren ist das 10.25 Zoll grosse volldigitale Kombiinstrument jetzt Serie, wem das nicht ausreicht, der kann auch ein grösseres, übersichtlicheres 12.3-Zoll-Display bestellen.

BMW 6er
Als Coupéversion des 5ers hat sich der 6er Gran Turismo bisher recht erfolgreich durchgesetzt auf dem Markt. BMW selber spricht von weltweit 50 000 verkauften Fahrzeugen. Es ist also nicht überraschend, dass gleichzeitig mit dem 5er auch der 6er Gran Turismo ein Update erhält, das in weiten Teilen demjenigen von Limousine und Kombi gleicht. Zusätzlich zur neuen Front gibt es für den 6er auch eine leicht überarbeitete Heckpartie. Die technischen Veränderungen sind wie auch beim 5er unter der Haube zu finden, wo nun in allen Modellvarianten ein Mildhybrid zum Einsatz kommt. Dieser trägt nicht nur zu einer Treibstoffeinsparung bei, sondern kann im Bedarfsfall auch eine vorübergehende Leistungssteigerung von 11 PS  bieten.

BMW X2
Der X2, der seine Premiere im Jahr 2018 feierte, kommt noch nicht in den Genuss einer grossen Modellpflege. Einige Veränderungen gibt es trotzdem beim trendigen SUV. So wurden die Nebelleuchten in die Scheinwerfer integriert und die Linien des Stossfängers überarbeitet. Mehr Neues gibt es unter dem Blech: Der Reihendreizylinder des 18i mit 125 PS wird mit einem 95 PS starken Elektromotor gekoppelt und so als 25e ­xDrive zum ersten X2-Plug-in-Hybrid. BMW gibt eine elektrische WLTP-Reichweite von 53 Kilometern an. Und: Wie der Name schon vermuten lässt, bietet das kompakte SUV auch Allradantrieb für mehr Traktion und ein verbessertes Fahrverhalten. Die Systemleistung von 220 PS beschleunigt den X2 in 6.8 Sekunden auf Tempo 100.

Jeep Compass
Der Jeep Compass, bisher in Mexiko, Brasilien, China und Indien gefertigt, kriegt einen fünften Montagestandort: das FCA-Werk in Melfi in Süditalien, wo bisher der Fiat 500X und Jeep Renegade gebaut wurden. Dies ermöglicht es Jeep, die durchschnittliche Lieferfrist für den Compass von bisher mehreren Monaten auf rund drei Wochen zu senken. Ausserdem sind die fahrdynamischen Eigenschaft verbessert worden, so Jeep, um den Anforderungen der EMEA-Märkte noch besser gerecht zu werden. So profitieren die Compass made in Melfi von einer neuen Abstimmung der Lenkung und gezielten Anpassungen in der Aufhängung. Neben einer neuen Federung kommen auch die adaptiven Stossdämpfer mit FSD-Technologie (Frequency Selective Damping) zum Einsatz.

Hyundai Santa Fe
Es ist noch nicht viel Zeit vergangen seit der Präsentation der vierten Generation des Hyundai Santa Fe am Autosalon Genf 2018. Jetzt präsentiert der koreanische Hersteller bereits ein erstes Facelift seines erfolgreichen SUV. Auf den ersten Blick sind die Neuerungen – gelinde gesagt – umfassend. Die Hyundai-Designer haben die gesamte Frontpartie komplett überarbeitet und mit einem neuen Kühlergrill und markanten, zweitgeteilten Schweinwerfereinheiten mit T-förmigen Tagfahrleuchten ausgestattet. Auch das Heck wurde aufgefrischt, und die neuen Rückleuchten sind über ein LED-Lichtband verbunden. Aber nicht nur optisch wurde das Auto weiterentwickelt, sondern auch unter dem Blech hat sich einiges getan. Das Interieur präsentiert sich wohnlicher und edler als noch beim Vorgänger, und über der komplett umgestalteten Mittelkonsole thront ein 10.25-Zoll-Touchscreen. Bezüglich Informationen zu den Antrieben gibt sich Hyundai noch bedeckt, aber ein Blick auf die Motorisierungen seines koreanischen Cousins, des technisch sehr nahe verwandten Kia Sorento, zeigt, wohin es gehen könnte. Für die nicht aufladbare Hybridversion könnte Hyundai also den 1.6 T-GDI mit einer 60 PS starken Elektromaschine kombinieren. Das Kraftpaket würde dann eine Systemleistung von 230 PS und bis zu 350 Nm Drehmoment liefern. Wie die Spezifikationen des Plug-in-Hybrids aussehen werden, ist noch offen.

Mini Countryman
Dreieinhalb Jahre nach der Einführung der zweiten Generation auf der Los Angeles Auto Show 2016 erhält der Mini Countryman jetzt eine Verjüngungskur spendiert. Diese wird an der Frontpartie an einer neuen Lichtsignatur, einem angepassten Kühlergrill, einem neuen Stossfänger und neuen Lufteinlässen ersichtlich. Im Inneren des SUV wurde das Infotainmentsystem überarbeitet und mit einem neuen Bildschirm ausgestattet, das Lederlenkrad ist neu serienmässig dabei. Auch die Motorenpalette wird in diesem Zuge gleich noch überarbeitet – natürlich mit dem Ziel, den Treibstoffverbrauch und die Abgasemissionen zu reduzieren. Bei den Benzinmotoren bedeutet das, dass neu ein Partiklfilter verbaut ist, bei den Dieselvarianten kommt Adblue-Einspritzung zum Einsatz, sodass nun alle Motoren die Euro-6d-Norm erfüllen.

Alpina XB7
Die wahren Magier von BMW sitzen nicht nur in München, sondern sicher auch in Buchloe bei Alpina Burkard Bovensiepen. Mit dem XB7 hat sich Alpina nun an den grössten SUV in der BMW-Modellpalette gewagt und diesen mächtig aufgemotzt, sodass er sich jetzt nicht mehr hinter einem Mercedes-AMG GLE63 oder einem Audi RS Q8 verstecken muss. Hinter den mächtigen Nüstern schlummert ein 4.4-Liter-V8, der 621 PS und 800 Nm abliefert. Das reicht aus, um das zweieinhalb Tonnen schwere SUV-Trumm in 4.2 Sekunden auf Tempo 100 zu beschleunigen. Schluss ist erst bei 290 km/h. An Bord ist reichlich Luxus vorzufinden, beispielsweise ein Wählhebel aus Kristallglas. Rundherum sind natürlich die Alpina-typischen Designelemente zu finden.

Mercedes-Benz E-Klasse coupé/cabriolet
Nach der Limlousine und dem Kombi der E-Klasse sind nun das Coupé und das Cabrio an der Reihe mit den Updates. Optisch ist die neue Version nicht nur an den neuen Leuchten (vorne und hinten) zu erkennen, sondern auch an den neuen Stossfängern und dem veränderten Kühlergrill. Im Inneren gibt es jetzt auch bei diesen beiden Modellvarianten das neue Infotainmentsystem MBUX, das aus zwei verbundenen Bildschirmen besteht, die entweder 10.25 oder 12.3 Zoll messen. Auch das Multifunktionslenkrad mit den beiden Touchpads ist mit an Bord. Im Gegensatz zu den Limousinen- und Kombiversionen wird es beim Coupé und Cabrio keine Motorvarianten mit Plug-in-Hybrid geben, jedoch ist ein Mildhybridsystem bei allen Benzin- und Dieselmotoren Serie.

Kia rio
Der Kia Rio der vierten Generation hat in der Schweiz einen eher verhaltenen Start hingelegt. Bloss 175 Exemplare des koreanischen Kleinwagens hat der Importeur im vergangenen Jahr verkauft. Das Facelift gibt es natürlich trotzdem auch für die Schweiz. Dieses konzentriert sich primär auf die Vorderansicht mit einem neugestalteten Stossfänger. Die Scheinwerfer neben dem angedeuteten oberen Kühlergrill bleiben optisch weitgehend unverändert, setzen aber neuerdings auf LED-Technologie, um den Weg auszuleuchten. Im Interieur zeichnet sich die neue Version durch neue Bildschirme des Infotainments aus. Unter der Motorhaube setzt der Einliter-Turbomotor auf Mildhybridtechnik, was Verbrauch und CO2-Emissionen leicht verringert.

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