50 Jahre Toyota Celica – Happy Birthday!

TOYOTA Mit dem formvollendeten Hardtop-Coupé Celica feierte Toyota im Oktober 1970 die Neu-Entdeckung des familientauglichen Sportwagens für erschwinglichen Fahrspass.

Über sieben Generationen blieb der Toyota Celica ein Siegertyp, der in 4,1 Millionen Einheiten zum meistverkauften asiatischen Sportcoupé avancierte. Damit nicht genug: Im Motorsport zählt der Celica mit sechs Rallye-WM-Titeln zu den erfolgreichsten WRC-Racern aller Zeiten.

Schon der erste Toyota Celica (TA22) erfüllte, was sein vom spanischen Wort «celestial» für «überirdisch, himmlisch» abgeleiteter Modellname versprach. Überraschte der viersitzige Sportler doch durch atemberaubend elegante und schwebend-leichte Hardtop-Formen ohne konventionelle B-Säule und mit voll versenkbaren Seitenfenstern. Für schnelle Rundenzeiten auf Strasse und Strecke sorgte die vergleichsweise aufwendige Fahrwerkstechnik mit unabhängiger Front- sowie hinterer Vierlenker-Radaufhängung im Zusammenspiel mit klassischem Hinterradantrieb, nicht zu vergessen die überaus drehfreudigen und legendär zuverlässigen Vierzylinder-Motoren. Es war dieser vor 50 Jahren aussergewöhnliche Mix aus uneingeschränkter Alltagstauglichkeit und der Agilität eines reinrassigen Racers, die den Toyota Celica zum bezahlbaren Traumwagen machte und Absatzrekorde erreichen liess.

Zwar wurden der Celica und die technisch verwandte Limousine Carina als erste japanische Automobile in Millionenauflage mit Roboter-Unterstützung in optimaler Qualität und Kundenzufriedenheit gebaut, aber Lieferzeiten für die Bestseller blieben unvermeidlich. Wie macht man ein Sportcoupé noch begehrenswerter? Durch mehr Leistung und so debütierte 1972 der 108 PS starke Toyota Celica GT mit zwei oben liegenden Nockenwellen und zwei Doppelvergasern, der in die Tempobereiche deutscher V6- und englischer V8-Renner vorstiess. Noch temperamentvoller war der 1976 eingeführte, faceliftete Celica (TA23), den es nun sogar in alternativer Karosserieform als avantgardistischen Celica Liftback gab. Dieses Kombicoupé liess sich überdies optional mit 2,0 Liter-Spitzenmotorisierung ordern und dazu passendem ikonischem Typencode Toyota 2000GT als Referenz an den gleichnamigen ersten japanischen Supersportwagen von 1965.

Ob frühes Coupé erster Serie, schneller GT oder 2000GT Liftback mit langgestrecktem Fliessheck, schon in der ersten Generation hatte jede Version des Celica einen eigenständigen Charakter und das setzte sich in der 1978 eingeführten zweiten Generation (Celica TA40) fort. Jetzt gab es erstmals auch Cabriolets, die in Deutschland vom Karossier Tropic als Celica Sunchaser realisiert wurden. So debütierte 1981 der dritte Celica (TA60) mit dem ersten japanischen Grossserien-16-Ventiler unter keilförmigen Coupé-Konturen. Wer einen noch leistungsfähigeren Gran Turismo wünschte, konnte 1982 das Spitzenmodell Celica Supra 2.8i mit 170 PS starkem Sechszylinder kaufen.

Der vierte Celica (T160) markierte 1985 den Wechsel auf modernen Frontantrieb. Alternativ gab es aber auch den ersten Celica GT-Four, der über permanenten Allradantrieb verfügte und Toyota auf Rallyepisten souverän zu WRC-Siegen katapultierte sowie Carlos Sainz auf den Thron des Rallye-Weltmeisters 1990. Damit krönte der Celica seine Rallye-Karriere, die 1972 unter Ove Andersson begonnen hatte, dann Achim Warmbold 1980 das deutsche Championat sicherte und dem 370 PS freisetzenden Celica Twin Cam Turbo den Ruf eines «King of Africa» bescherte, denn die zuverlässigen Toyota galten auf Staub und im Schlamm als fast unschlagbar. Nochmals steigern konnte diese Siegesserie der fünfte Celica (T180), der von 1992 bis 1994 die damals unglaubliche Zahl von drei WRC-Fahrertiteln und zwei Titel in der Herstellerwertung errang. Auch auf der Straße setzte der Celica GT-Four als damals leistungsstärkstes Allrad-Sportcoupé mit 2,0-Liter-Vierzylinder Maßstäbe, ganz besonders in der von Fans gesuchten Sonderserie «Carlos Sainz».

Der sechste, 1993 vorgestellte Celica (T200) gab sich noch muskulöser und zugleich leichtgewichtiger und bereitete so den Boden für den finalen siebten Celica (T230) von 1999, der in keilförmiger Linie konturiert war und dadurch schon im Stand sprungbereit wirkte. Die Leidenschaft der Sportcoupé-Fans verlieh dem Celica globalen Kultstatus und bewirkte, dass dieser Toyota länger und in grösserer Stückzahl gebaut wurde als alle Konkurrenten.

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