Ein echter Bolide

1850 PS, 1240 KILOGRAMM Bugatti bekämpft die aktuelle Misere mit vielen Pferdestärken. Fiat, Jaguar und VW liefern weitere Neuheiten.

Das Gerücht eines Verkaufs an den kroatischen Elektro-Hypercar-Hersteller Rimac hält sich hartnäckig. Nun sorgt Bugatti aber mit der Vorstellung des wohl extremsten Männerspielzeugs der Welt für eine handfeste Überraschung in der Welt des Automobils. Sein Name: Bolide.

Es ist ein Auto mit stratosphärischen Fahrleistungen, obwohl es sich bisher nur um ein rekordverdächtiges Concept-Car handelt. Jaguar will mit dem neuen Motor des E-Pace die CO2-Emissionen seiner Modellpalette weiter senken. Volkswagen präsentierte seinen Golf 8 R mit 320 PS, Allradantrieb und einem Drift-Fahrmodus. Fiat will mit einem neuen Tipo Abenteuerlust wecken.

Bugatti Bolide: Only the sky is the limit
Der Bolide beantwortet die Frage, was passieren kann, wenn die Firma aus dem elsässischen Molsheim ein exklusives Fahrzeug für die Rennstrecke entwickelt, das keine gesetzlichen Auflagen berücksichtigen muss. Die Antwort ist ein einzigartiger Sportwagen mit unglaublicher Leistung und extremem Leichtbau. Ein französisches Auto der Superlative, dessen Herzstück, der W16-Achtliter-Quadri­turbo, die Grenzen des Machbaren mit einer phänomenalen Leistung von 1850 PS und einem wahnsinnigen Drehmoment von 1850 Nm in nie dagewesene Bereiche treibt. Aber das ist längst noch nicht alles: Bugatti war schon immer die Marke des überschwänglichen Luxus, deren Sportwagen mit über zwei Tonnen allerdings sehr schwergewichtig unterwegs waren. Der Bolide wiederum ist ein Hyper-Sportwagen mit nur 1240 Kilogramm. Das bedeutet für den Franzosen ein Leistungsgewicht von lediglich 0.67 kg/PS! Für ein solches Leistungsgewicht genügte es nicht, auf das Lederinterieur eines Chiron zu verzichten. Nein, man musste eine völlig neue Monocoquekarosse aus leichtem Karbon mit extrem hoher Festigkeit entwickeln. Dazu gehören auch eine automatische Feuerlöschanlage, eine Abschleppvorrichtung, Räder mit Zentralverriegelung, Scheiben aus leichtem Polykarbonat und natürlich ein Sechspunkt-Sicherheitsgurt. Der Bolide ist bisher nur ein Concept-Car ohne Angabe eines Preises – der aber auf jeden Fall ebenso kolossal wäre, falls der Bolide denn tatsächlich gebaut würde. Wetten wir, dass Bugatti das Projekt bis zur serienreifen Produktion vorantreibt?

Jaguar E-Pace: Mit drei Zylindern
Nur wenige Wochen nach dem Restyling des F-Pace ist bei Jaguar nun das kleine SUV E-Pace an der Reihe. Das aktuelle Design zeigt die neuen Scheinwerfer, in denen man zwei übereinanderliegende J erkennt. Darunter erstreckt sich ein neuer Stossfänger mit unteren Lufteinlässen. Im Innenraum wird der alte Touchscreen durch eine Multimedia-Schnittstelle der neuen Generation ersetzt (Pivi Pro, 11.4 Zoll). Als neuer Antrieb dient der P300e, den man bereits aus dem Evoque kennt, ein Aggregat mit 309 PS Systemleistung. Diese ergibt sich aus einem Dreizylinder-Benzinmotor mit 200 PS und ­einer Elektromaschine mit 80 kW.

Donkervoort D8 GTO-JD70 R: Weniger ist schneller
Als ob der Donkervoort D8 GTO in der Basisversion ein Nasenbohrer wäre. Als ob die Variante JD70, mit der der 70. Geburtstag des Firmengründers Joop Donkervoort gefeiert wird, nicht genug obendrauf gewesen wäre. Doch jetzt haben die Niederländer mit dem R die «Seele der Marke» vorgestellt. Noch einmal leichter (weniger als 725 Kilogramm bei 415 PS), noch einmal zugeschärft mit einem für die Rennstrecke abgestimmten ABS und einer manuell verstellbaren Servolenkung. Der grösste Unterschied liegt allerdings in der Schaltung, das manuelle Fünfgang-Getriebe wird durch ein sequenzielles Sechsgang-Getriebe ersetzt. Damit sich die Piloten keine Sorgen machen müssen, gibt es auch ein Löschsystem.

Fiat Tipo: Ein Abenteurer, der überzeugen soll
Die Überarbeitung des Fiat Tipo liess auf sich warten. Nun aber kommt er mit dem neuen Fiat-Logo mit den vier Buchstaben und einem veränderten Kühlergrill. Je nach Ausstattungsversion erhält der Italiener auch Voll-LED-Scheinwerfer. Neu im Modellkatalog ist zudem der Tipo Cross. Diese SUV-ähnliche Variante erkennt man an ihrer Plastikbeplankung, dem angedeuteten Unterfahrschutz an Front und Heck und einer Dachreling. Ausserdem wurde die Bodenfreiheit um vier Zentimeter erhöht. Im Motorraum arbeitet ein neuer Dreizylinder-Benziner mit 100 PS und 190 Nm. Das neue Infotainment  mit dem 10.25-Zoll-Touchscreen ist kompatibel mit Apple Car Play und Android Auto. Den überarbeiteten Tipo gibt es weiterhin als Fünftürer, Kombi und Limousine.

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