Komfortabel zum Erfolg

Schon mehrfach konnte Citroën den Titel des Auto des Jahres für sich verbuchen. Insofern überrascht es wenig, dass auch heuer wieder ein Ci­troën unter den sieben Finalisten zu finden ist. Ein eigenwilliger Charakter und Innovationsstärke waren schon immer Teil der Citroën-DNA, und diese trägt auch der neue C4 in sich. Das zeigt sich schon auf den ersten Blick, denn die Designabteilung von Citroën hat ein SUV mit einer Limousine fusioniert. Herausgekommen ist dabei ein Crossover, der die Agilität einer Kompaktlimousine mit der erhöhten Sitzposition eines SUV verbindet. Eingepackt hat man das Gesamtpaket in eine extravagante Optik.

Seine grosse Stärke ist dabei – wie könnte es bei einem Citroën anders sein – der hohe Fahrkomfort. Sei dies durch die gemütlich gepolsterten Sitze (Ci­troën nennt das «Advanced Comfort») oder die optionale Komfortaufhängung, die die Endanschläge der Dämpfer durch hydraulische Puffer erstetzt und so in jeder Situation die optimale Fahrwerktsabstimmung bietet. Für entspannte Langstreckenfahrten passt also alles im neuen C4. Dazu tragen auch die umfassenden Assistenzsysteme bei, die den Fahrer auf der Autobahn unterstützen und entlasten.

Antriebsseitig wird mit Benziner, Diesel und ab sofort auch einer rein elektrischen Variante die volle Palette geboten. Die Verbrenner zeigen sich auf dem modernsten Stand, sind verbrauchsarm und laufruhig. Für die kleinste Motorisierung gibt es ein Handschaltgetriebe, für mehr Komfort hat sich im PSA-Konzern aber das Achtgang-Automatikgetriebe von Aisin bewährt.

Da der Citroën C4 auf derselben Plattform aufbaut ist wie der Peugeot 208, der sich den Titel des Car of the Year im Jahr 2020 sichern konnte, stehen die Karten also gut für den kompakten Franzosen.

Die wichtigsten Fakten im Überblick
Karosserie
Crossover-SUV. Motorisierung Benzin: 1.2 PureTech (75 kW/102 PS, 96 kW/131 PS,114 kW/155 PS). Diesel:
1.5 BlueHDi (81 kW/110 PS, 96 kW/131 PS). ë-C4: Elektroantrieb, (100 kW/136 PS), Batteriekapazität 50 kWh, Reichweite (WLTP) 350 km. Preis Citroën C4 PureTech 100 ab Fr. 23 800.–, BlueHDi 130 ab Fr. 30 900.–, ë-C4 ab Fr. 35 900.–.

Auch als Hybrid ein Renner

Man will dem kleinen Fronttriebler einfach die Sporen geben. Er fordert es geradezu heraus. Auf dem Auto steht schliesslich Yaris geschrieben. Mit diesem Modell hat Toyota in der Rallye-WM kräftig auf die Pauke gehauen. 2017 meldeten sich die Japaner nach einer längeren Pause zurück, 2018 hatten sie bereits den Konstrukteurstitel im Sack, und im Jahr darauf gewannen sie mit dem Esten Ott Tänak auch die Fahrer-WM. Der Name Yaris vermittelt eben einen eindeutigen Eindruck, genauso wie dies in den 1990er-Jahren der Celica und der Corolla taten, mit denen Toyota damals insgesamt sieben WM-Titel holte.

«Sauber und doch spassig», titelte die AUTOMOBIL REVUE über dem Testbericht des Yaris Hybrid (AR 1-2/2021). Ja, dieser kleine Benziner für die Stadt ist sparsam und komfortabel, und ja, er schlängelt sich behände durch den urbanen Dschungel. Aber er ist eben auch auf einer Rennstrecke wieselflink. «Diese Spurtreue!», schwärmte die Redaktion, und «Was für ein Fahrwerk!» oder «Schwerpunkt und Gewichtsverteilung scheinen optimal!» Es gab wirklich nur diesen einen Punkt, bei dem der Yaris auf der Rennstrecke nicht punktete: «Beim Beschleunigen verhungert man ja fast.» Der Schuldige war schnell gefunden. Es liegt am Multidrive-Getriebe (CVT), das einfach nicht so richtig will. Toyota hat uns ein Versprechen gegeben: «Fun to drive» sagt viel aus über den Yaris Hybrid.

Der Yaris hat definitiv das Zeug zum nächsten Erfolgsmodell von Toyota. Das zeigt auch folgende, verbürgte Story. Ein Garagist im Bernbiet erhielt drei Toyota Yaris GR, also die grobe Rallye-Allradvariante mit 261 PS, zum Verkauf geliefert – und alle drei waren innert kürzester Zeit weg. Einerseits war da dieser gute Kunde, der einen dieser drei vom Fleck weg kaufte. Die anderen beiden Exemplare gingen an zwei Mitarbeiter, die nach einer kurzen Probefahrt gleich zupackten. Viel Spass!

Die wichtigsten Fakten im Überblick
Karosserie
Kompaktlimousine. Motorisierung Benzin: 1.0 (72 PS), 1.5 (125 PS). Hybrid: 1.5 (116 PS). Yaris GR: 1.6 T (261 PS) Preis Toyota Yaris ab Fr. 17 900.–, Hybrid ab Fr. 23 900.–, GR ab Fr. 37 900.–.

Neues Zeitalter für Volkswagen

Der ID.3 ist Volkswagens Übergang ins Zeitalter der Elektromobilität, soll der neue Volksstromer sein, das Elektroauto für alle – halt eben, was der VW Golf einst einmal war.

Dafür hat man in Wolfsburg eine neue modulare Plattform gebaut, ein neues Betriebssystem entwickelt und eine neue Designsprache gefunden, aussen wie innen. Dabei soll das Auto nicht mehr einfach nur Auto sein, sondern erweitertes Zuhause. Alles ist hell, offen, luftig gestaltet und: digital. Angbelich soll ein ID.3 mehr Rechenpower haben als ein moderner Kampfjet, wobei man sich unter diesem Vergleich ja nicht wirklich viel vorstellen kann. Die Bedienung des Autos findet fast ausschliesslich über den Touchscreen statt, die Anzeigen sind selbstverständliche alle digital. Einzigartig: das Head-up-Display mit Augmented Reality. Während die Konkurrenz die Informationen bloss ins Sichtfeld projiziert, kommen sie im ID.3 auf die Strasse. Anstatt ein «an der nächsten Ausfahrt abfahren» wird die Ausfahrt in Echtzeit direkt auf der Windschutzscheibe markiert. Perfekt also für ein technologie-affines, smartphone-geprägtes, junges Publikum.

Reichweitenangst sollte heute eigentlich kein Thema mehr sein, die ganze Aufladethematik ist trotzdem noch nicht vom Tisch. Mit bis zu 77 kWh Nettokapazität fährt der ID.3 aber ordentlich weit und ist somit tatsächlich volkstauglich. Nachladen geht dank CCS-Anschluss mit bis zu 100 kW, was die Batterie in 35 Minuten wieder zu 80 Prozent auflädt. Millenials, also die heute etwa 30-Jährigen, verbringen eineinhalb Stunden am Tag auf Social Media, die jüngeren noch mehr. Die werden nichts mehr dagegen haben, mal eine halbe Stunde Pause zu machen für einen Ladestopp, eine Instagram-Story, ein paar Snaps und ein Tiktok.

Ja, der ID.3 ist sicher nicht der (elektromobilen) Weisheit letzter Schluss, sondern der Wegbereiter, auf ihn werden unzählige weitere Modelle aus dem Volkswagen-Konzern folgen. Und wenn das nicht einen Titel verdient – was dann?

Die wichtigsten Fakten im Überblick
Karosserie
Kompaktlimousine. Motorisierung Elektroantrieb mit 107 bis 150 kW, Batteriekapazität 48 bis 82 kWh, Reichweite (WLTP) 352 bis 549 km. Preis VW ID.3 ab Fr. 39 450.–.

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