«Ich bin dazu geboren, um zu singen und auf einer Bühne zu stehen»

Die Ex-Miss-Schweiz und Sängerin verbringt viel Zeit hinter dem Steuer. Seit einem Jahr ist die Ostschweizerin Botschafterin von Renault, einer Marke, die sie seit ihrer Kindheit begleitet.

Linda Fäh ist ein mediales Multitalent, schaffte als Schlagersängerin den Durchbruch und ist seit knapp einem Jahr Markenbotschafterin von Renault.

Parkhaus Halle 53, Katharina-Sulzer-­Platz 4, Winterthur ZH. Der Ort des Treffens mit Linda Fäh, Ex-Miss-Schweiz, Sängerin und Markenbotschafterin von Renault. Es ist ein schöner Frühlingstag. Google-Maps, die treue Seele, hat die Journalistin zum Katharina-Sulzer-Platz gelotst, nur um sie dann plötzlich im Stich zu lassen – dumm gelaufen. Trotzdem: Der Ort ist überwältigend und erinnert an die Location eines Hollywood-Studios. Auf der einen Seite eine Reihe schlichter und moderner Gebäude, auf der anderen Seite die Fassade der ehemaligen Sulzerfabrik aus sandfarbenen Ziegelsteinen. In der Mitte befindet sich eine unglaubliche Allee, die von einer Wasserfläche abgeschlossen wird. Wow! Aber wo ist Linda? Wir werfen einen Blick hinein: ein Hinterhof, grosse Fensterfronten und breite Korridore, aber keine Spur von der Ex-Miss-Schweiz. Wir versuchen unser Glück auf der anderen Seite. Die Halle 53 der ehemaligen Sulzerfabrik übertrifft Hollywood sogar noch. 5500 Quadratmeter, die in eine riesige Garage umfunktioniert wurden. Wer kann das überbieten? Und das i-Tüpfelchen: Ganz hinten sehen wir eine Blondine am Steuer eines Autos. Wir sind erleichtert. Linda Fäh ist mitten in einem Foto- und Videoshooting. Der Abwechslungsreichtum ihrer Posen und Ausdrücke lässt keinen Zweifel daran, dass die junge Frau ein waschechter Profi ist. Sie trägt ein schlichtes Outfit, das viele junge Frauen zurzeit so tragen: helle Jeans, einen grauen Kapuzenpulli und eine Lederjacke. Auch die Pailletten-Turnschuhe und den kleinen rosafarbenen Rucksack haben die Fashionistas abgesegnet. Dann ist ihre Arbeit als Botschafterin zu Ende. Sie steht lächelnd vor uns und ist bereit, unsere Fragen zu beantworten. Herzlich willkommen in der zauberhaften Welt von Linda Fäh.

Das Auto als Rückzugsort

Zu welchem Fahrertyp zählt sie sich eigentlich? «Ich fühle mich sehr sicher am Steuer: Ich fahre weder zu schnell noch zu langsam. Sagen wir, ich habe einen sportlichen Fahrstil.» In Zeiten ohne Corona legt sie 15 000 bis 20 000Kilometer pro Jahr zurück. «Zwischen meinen verschiedenen Terminen, den Shootings und den Konzerten stellt das Auto für mich einen Rückzugsort dar. Ich fühle mich darin sehr gut, und ich fahre gern. Ich höre immer Musik und habe stets Wasser und etwas zum Snacken dabei.» Da sie in einem Dorf 30 Kilometer von Zürich entfernt wohnt, sind die öffentlichen Verkehrsmittel nicht wirklich ihr Ding, es sei denn, sie muss nach Bern oder in eine andere Stadt. «Dann fahre ich erste Klasse, damit ich im Zug arbeiten kann.» Wie sieht ihr Beitrag zum Umweltschutz aus? Sie fährt einen Hybrid. «In meinem neuen Renault Megane Grandtour E-Tech sind sowohl ein Benzintank als auch eine Elektrobatterie verbaut. Ich kann wählen, welche Energie genutzt wird. Das verringert den CO2-Ausstoss.» Linda Fäh erzählt, dass sich ihr Mann vergangenes Jahr während der Corona-Pandemie ebenfalls dazu entschieden habe, etwas für die Umwelt zu tun: Er tauschte sein SUV gegen ein kleines Elektroauto ein, einen Renault Zoe. «Er kennt die Marke gut. Er hat ein paar Jahre als Kundendienstberater bei Renault gearbeitet.» Weshalb also nicht ein Auto für beide? «Er übt eine Führungsposition aus und geht auf Kundenbesuch, aber vielleicht braucht er in Zukunft keines mehr.»

Wie für viele Künstler ist das Leben für Linda Fäh zurzeit nicht immer einfach. Die junge Frau ist nämlich nicht nur Sängerin, sondern auch Moderatorin. Und genau hier hat sie Corona so richtig eingebremst. Vorbei ist es mit den Jubiläen, den Generalversammlungen, den Modeschauen, den Berufsweltmeisterschaften und den von Banken oder Unternehmen organisierten Veranstaltungen. Viele Konzerte – normalerweise gibt sie 30 bis 50 pro Jahr – sind ins Wasser gefallen. «Mir kamen manchmal die Tränen. Ich mache doch diese ganze Arbeit, um den Applaus zu hören und die Freude in den Gesichtern der Menschen zu sehen.» Sie hat die Zeit während des Lockdowns also dazu genutzt, ihre Gitarrentechnik zu perfektionieren. «Ich habe wöchentlich drei bis vier Stunden Online-Unterricht genommen.» Man merkt, dass Musik ihre Leidenschaft ist. «Ich singe, seit ich ein kleines Kind bin. Ich bin dazu geboren, um zu singen und auf der Bühne zu stehen.» Durch ihren Vater entdeckte sie den Schlager, die Popmusik mit den lieblichen Texten, die in Deutschland, Österreich und in der Deutschschweiz sehr angesagt ist. «Er spielte Klavier und Akkordeon. Er hatte ein Trio und er probte dafür bei uns im Keller.» Zuerst lernte sie, Gitarre zu spielen, dann begann sie, Gesangsunterricht zu nehmen. Die Familie Fäh besass viele CD und Linda wuchs mit der Schlagerparade auf: «Ich habe Francine Jordi gehört, und ich war ein Fan von Géraldine Olivier, aber auch von Soul und Pop.» 

Der Miss-Schweiz-Titel im Jahr 2009 bot der ehemaligen Bankangestellten ein Sprungbrett, um ihre Karriere als Moderatorin und Sängerin zu starten. Sie machte zu Beginn mit einem Produzenten Probeaufnahmen im Studio, um zu schauen, in welche Musikrichtung sie gehen wollte. «Ich habe versucht, Popsongs in Englisch zu singen, aber das war nicht zu 100 Prozent mein Ding. Mein Typ, meine Stimme und mein Charakter passen zum Schlager. Ich fühle mich gut in dieser Musikrichtung – wie zu Hause.» 2013 traf sie den Produzenten Tommy Mustac, mit dessen Hilfe sie ihre Karriere als Sängerin Schritt für Schritt aufbauen konnte. Bis jetzt hat sie vier Alben veröffentlicht, und Ende März ist ihre neue Single erschienen. Sie arbeitet aktuell mit einem deutschen Produzenten zusammen. Mit leuchtenden Augen erzählt sie ausserdem von der Erfahrung im Jahr 2019 an der Seite von Florian Silbereisen, dem deutschen Schlager­star. «Er füllt jeden Abend Konzertsäle mit 10 000 Menschen. Einen guten Monat lang durfte ich in 26 Shows singen. Das war ein Schritt nach vorn, wie eine Art Visitenkarte. Inzwischen kennen mich viele Deutsche.»

Was man von den Westschweizern nicht behaupten kann. Bestenfalls betrachten sie die Schlagermusik als peinliches Mysterium der deutschen Kultur für das ältere Publikum. Doch darüber macht sich Linda Fäh keine Sorgen. «Viele junge Menschen lieben diese Musik. Wir jungen Künstler produzieren eine sehr moderne Musik, die nicht mehr den früheren Klischees entspricht.»

Das Frage-Antwort-Spiel von Marcel Proust ist weltberühmt. Bei der AR wird aus Proust Prost.

Führerausweis
Name Linda Fäh
Geburtsdatum 10. November 1987
Heimatort Benken SG
Führerscheinprüfung 9. Juni 2006
Wohnort Samstagern ZH
Beruf Sängerin, Moderatorin, Influencerin

Automobil Revue: Wer ist Prost für Sie?

Linda Fäh: Ich kenne «Prost!», aber Alain Prost? Als Kind bestand meine Welt aus Ballett und Musik. Ich wollte eine Prinzessin sein.

Ihr erstes Mal im Auto?

Ich erinnere mich an Ferien mit der Familie. Wir stiegen nie in ein Flugzeug. Wir fuhren immer mit dem Auto nach Italien oder nach Kroatien. Meine Eltern fuhren damals schon einen Renault. Ich bin mit dieser Marke aufgewachsen. Und das sage ich nicht, weil ich eine ihrer Botschafterinnen bin. Die Marke Renault steht für Sicherheit und Familie.

Ihr erstes Auto?

Im Alter von 18 oder 19 Jahren hatte ich einen VW Polo, aber nicht lange. Da ich den Titel Miss Südostschweiz gewonnen hatte, durfte ich ein Cabriolet von Opel fahren. Ich war ein bisschen traurig, als ich es nach einem Jahr zurückgeben musste. Deshalb habe ich an der Miss-Schweiz-Wahl teilgenommen – um ein Auto zu gewinnen (lacht). 

Was fahren Sie heute?

Derzeit fahre ich einen Renault Megane E-Tech. Seit einem Jahr bin ich Markenbotschafterin, das ist mein drittes Modell. Ich werde es eine Weile behalten. Es ist gut, der Umwelt Sorge zu tragen.

Ihr Traumauto?

Ich habe kein Traumauto. Das Gesamtpaket muss stimmen. Bei Renault kann ich einen Kleinwagen oder ein SUV fahren, und ich kann die Farbe wählen. Die Veränderung ist spannend.

Ihre beste Fahrt im Auto?

Da gibt es nicht nur eine. Alle Fahrten in die Ferien gehören dazu. Ich höre während der ganzen Reise Musik. Mein Mann und ich fahren gerne in die Cinque Terre oder an die Côte d’Azur.

Ein Alptraum im Auto?

Eine Stunde lang im Stau zu stehen. Ich habe immer meine Wasserflasche dabei und trinke sehr viel. Deshalb muss ich oft auf Toilette. In Deutschland stand ich mal im Stau und musste aus meinem Auto aussteigen und in einen nahe gelegenen Wald rennen. Das war ein Alptraum.

Am Steuer Ihres Autos fühlen Sie sich …

Wie zu Hause. Ich bin viel unterwegs. Ich probe im Auto laut meine Songs oder meine Texte.

Ein Leben ohne Auto? 

Das wäre wohl kaum möglich. Für lange Strecken oder wenn ich nicht viel Gepäck dabeihabe, nehme ich auch den Zug. Mein Auto ist immer voll: Ich habe stets viele Kleider für die Bühne und Merchandise-Gegenstände mit dabei.

Ein Tempolimit von 30 km/h in allen Schweizer Städten, wäre das eine gute Idee?

Das kann ich weder bejahen noch verneinen. In den Wohnquartieren und rund um Schulen ja, aber nicht überall, denn dann käme man nirgendwo hin.

Selbstfahrende Autos: Lust oder Frust?

Wenn der Chauffeur das Auto selbst ist – dazu muss man wirklich Vertrauen in die Technik haben. Das könnte die Zukunft sein. Im Allgemeinen muss ich mich an Neues erst gewöhnen. Ich muss alles eine Weile lang beobachten, bevor ich auch einsteige.

Wen würden Sie am Strassenrand auf jeden Fall mitnehmen?

Roger Federer. Aber ich weiss nicht, ob er am Strassenrand stehen und um Hilfe bitten würde. Er wohnt ganz in unserer Nähe. Ich habe ihn nie getroffen, aber eine Verkäuferin aus dem Supermarkt, in dem ich einkaufe, hat mir erzählt, dass seine Frau Mirka ebenfalls dort einkaufe.

Und wen würden Sie nicht mitnehmen?

Donald Trump. Dazu braucht es keine Erklärung.

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