Kult aus Japan: Mitsubishi Lancer Evo VI

Wenn es um Kult-Autos aus Japan geht, dann dürfen die Mitsubishi Lancer Evo selbstverständlich nicht fehlen. Wir machen weiter mit dem Evo VI. Und es gab jetzt auch erste Sondermodelle.

  • Gebaut von 1999 bis 2001
  • 4092 Exemplare gebaut
  • Zum ersten Mal mit Sondermodellen

Technisch waren die Veränderungen am Mitsubishi Lancer Evo VI auf den ersten Blick nicht besonders tiefgreifend: neue Kolben, grösserer Kühler für das Öl und den Turbo. Doch dieser erhielt auch Rotorblätter aus Titan-Aluminid, dies als erstes Serien-Fahrzeug überhaupt. Die Leistung verblieb bei 280 PS bei 6500/min (natürlich waren es mehr, aber alle japanischen Hersteller kommunizierten das so), das maximale Drehmoment bei 373 Nm bei 3000/min. Von aussen ist der Evo VI leicht zu erkennen, die Nebellampen rückten ganz nach aussen.

Sie sind einfach zu erkennen an ihren weit aussen stehenden Nebellampen, die Evo VI – Collecting Cars

Es gab den Mitsubishi Lancer Evo VI weiterhin nur rechtsgelenkt, als GSR und als RS. Neu kam ein RS2 dazu, das war eine Mischung aus dem spartanischen RS und dem luxuriöseren GSR. Und dann gab es den RS Sprint, aufgearbeitet vom englischen Rennsport-Partner Ralliart, der ein paar Pfunde abnehmen durfte, dafür mit gut mehr Pferdestärken angegeben wurde: 330, mindestens (Bild unten).

Als RS Sprint erhielten die Evo VI auch offiziell mehr Leistung – Collecting Cars

Doch noch wichtiger war das Sondermodell «Tommi Mäkinen», das im Dezember 1999 aufgelegt wurde. Da gab es wieder eine neue Front, bessere Recaro-Sitze, ein Momo-Lenkrad, 17-Zöller von Enkei. Doch auch unter dem Blech wurde gearbeitet, das Karosse wurde tiefer gelegt, vorne gab es eine Zugstrebe, die Lenkung wurde direkter ausgelegt. Und es gab den Evo VI endlich auch: rot und blau (Bild unten).

Eine der Mäkinen-Sonder-Editionen, die wieder eine andere Front hatten – Collecting Cars

Dass Tommi Mäkinen gewürdigt wurde, war wirklich auch an der Zeit. Der Finne hat für Mitsubishi 1996, 1997, 1998 und 1999 dem Fahrer-Titel geholt, verhalf den Japanern 1998 zum einzigen Konstrukteurs-Titel, gewann 2000 auch noch das damals noch wichtige «Race of Champions». Er gewann mit verschiedenen Lancer-Evo-Modellen 22 WM-Läufe – und wird auf ewig der wahre Mitsubishi-Rallye-Held bleiben (auch wenn er 2016 Chef des Rallye-Programms von Toyota wurde).

Der Evo VI war das letzte erfolgreiche Rallye-Fahrzeug auf Lancer-Basis – Collecting Cars

Heute sind die Mäkinen-Editionen selbstverständlich sehr gesucht, genau wie die RS Sprint. Doch obwohl sie relativ selten sind, erreichen sie längst nicht die Preise der Sondermodelle des Subaru Impreza WRX STI. Es dürfte aber nur eine Frage der Zeit sein, denn auf den Rallye-Pisten dieser Welt waren die Lancer Evo eigentlich erfolgreicher als die Subaru.

Noch sind sie relativ günstig, die Mitsubishi Lancer Evo – Collecting Cars

In der monatlich erscheinenden Klassik-Beilage der AUTOMOBIL REVUE finden Sie immer schöne Old- und Youngtimer. Abos gibt es: hier. Online entsteht ausserdem eine Reihe mit diesen Kult-Autos aus Japan, die Zusammenfassung gibt es: hier.

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