Preis für Benzin und Diesel: Mehr als ein Franken Unterschied pro Liter in der Schweiz

Automobil Revue | 21.01.2026

Wo tankt es sich am preiswertesten? Der TCS hat die Daten seines Benzinpreisradars ausgewertet und legt beträchtliche Unterschiede an den Zapfsäulen in der Schweiz offen.

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So ganz neu ist die Erkenntnis nicht: Wer besonders teuer tanken will, fährt am besten an einer Autobahn-Raststätte rechts ran und füllt den Tank seines Autos.

Wie sich die Preisunterschiede zwischen Autobahn und kleiner Tankstelle auf dem Dorf aber auswirken, ist dann doch erstaunlich. Für den Liter Benzin Bleifrei 98 hat der Touring Club Schweiz die Shell Autostrada Süd an der A2 in Monte Carossa/Bellinzona als teuerste Tankstelle des Landes ermittelt, hier lag der Durchschnittspreis im vergangenen Jahr bei 2.76 Franken pro Liter. Ebenfalls im Tessin konnte man aber auch am billigsten tanken: 1.36 Franken kostete der Treibstoff bei der Garage Collina d’Oro in der gleichnamigen Gemeinde bei Lugano.

Die Ergebnisse basieren auf den Angaben im TCS Benzinpreisradar. Hier können Autofahrer die aktuellen Preise an der Zapfsäule melden und so in Echzeit anderen Autofahrern zur Verfügung stellen. Im vergangenen Jahr wurden so die Preise von rund 3800 Tankstellen in der Schweiz erfasst.

Die Auswertung der Treibstoffpreise zeigt markante Unterschiede zwischen Tankstellen und Regionen. Generell lässt sich laut TCS sagen, dass Benzin und Diesel entlang der Autobahnen deutlich teurer sind als in der Peripherie oder auf dem Land. Ausserdem spiele die Konkurrenzsituation eine Rolle. Wo es viele Tankstellen gebe, reguliere der Markt. Blickt man auf die Durchschnittswerte der einzelnen Kantone, zeigt sich, dass Diesel und Bleifrei 95 im Kanton Baselland am günstigsten sind, für Bleifrei 98 ist es der Kanton Jura. Teuer tankt man in den Kantonen Uri (Bleifrei 95 und Diesel) sowie Genf (Bleifrei 98).

Schweizweit am günstigsten tankt man in der Bündner Gemeinde Samnaun, die Zollausschlussgebiet ist. Die dortigen Tankstellen können den Treibstoff ohne Mineralölsteuer verkaufen, was sich logischerweise auf den Preis auswirkt. Für die Auswertung wurden deshalb die Tankstellen in Samnaun nicht berücksichtigt.

Treibstoffpreise de

Ergebnisse im Detail: Hier tankt man billig, hier tankt man teuer

Benzin Bleifrei 95: Günstigste Tankstelle war 2025 Neubrück Café-Bar in Brügg (BE). In der Agglomeration von Biel kostete der Liter im Durchschnitt nur 1.52 Franken. Am zweitgünstigsten war Bleifrei 95 bei der Voegtlin-Meyer AG in Matzendorf (SO) mit 1.53 Franken pro Liter. Gleich günstig war das Benzin bei der «Freien Tankstelle» in Langenthal (BE) und bei Marché Brügg.

Am anderen Ende der Preisskala liegt die Tankstelle im Parkhaus Talgarten in der Stadt Zürich, wo der Liter Bleifrei 95 durchschnittlich 2.37 Franken kostete. Gleich teuer war es bei der Autobahntankstelle von BP in Coldrerio (TI) kurz vor der Grenze. Nur einen Rappen günstiger, 2.35 Franken, ist das Benzin bei Shell Autostrada Süd in Monte Carasso, einem Ortsteil von Bellinzona, ebenfalls an der A2.

Benzin Bleifrei 98: Shell Autostrada Süd in Monte Carasso verkaufte letztes Jahr auch das teuerste Bleifrei 98 für durchschnittlich 2.76 Franken pro Liter. Dahinter lag das Pendant in der anderen Fahrtrichtung, die Shell Autostrada Nord in Bellinzona mit 2.66 Franken, sowie die BP-Tankstelle in Coldrerio mit 2.57 Franken.

Allerdings gibt es im Kanton Tessin auch günstiges Benzin vom Typ Bleifrei 98. 1.36 Franken kostete der Treibstoff bei der Garage Collina d’Oro bei Lugano. Dahinter folgt die Agrola in Pfäffikon (SZ) mit 1.42 Franken und die Tankstelle der Garage Mercedes-Benz in Aarau-Rohr (1.59 Franken).

Diesel: Die Tankstelle MP Biodiesel in Domdidier (FR) war mit 1.59 Franken am günstigsten. Gleich dahinter die bei Bleifrei 95 schon gelistetet Tankstellen in Brügg: Station Neubrück Café-Bar und Marché Brügg. Für Dieselfahrer wird es im Tessin teuer. Bei der Tankstelle Eni in Piotta kostete der Liter 2.46 Franken. Dahinter folgen die Tankstellen BP und Eni in Coldrerio, wo Diesel 2.44 und 2.43 Franken kostete.

Foto: Adobe, Grafik: TCS

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