Automobil Revue | 20.03.2025
Renault testet zusammen mit Partner WeRide ein autonomes Transportsystem im Rahmen mehrerer Projekte in Europa.
In Barcelona waren Mitte März zwei autonome Elektro-Minibusse im Einsatz auf einer 2.2 Kilometer langen Strecke im Herzen der katalanischen Metropole –und damit im dichten und komplexen städtischen Umfeld.
Im französischen Valence ist ab Juli 2025 die Einführung eines kommerziellen Dienstes mit Shuttle-Fahrzeugen des Autonomie-Level 4 geplant. Aktuell läuft eine Testphase bis zum 19. April. Renault arbeitet dabei mit dem privaten Nahverkehrsbetreiber beti und dem Versicherer Macif zusammen.
Die 3.3 Kilometer lange Strecke verbindet den örtlichen TGV-Bahnhof mit einem 162 Hektar grossen Gewerbegebiet, in dem rund 150 Unternehmen mit 3000 Beschäftigten ansässig sind. Die beiden eingesetzten Shuttle-Fahrzeuge bedienen den Bahnhof, den abgelegenen Langzeitparkplatz und das gastronomische Zentrum des Gewerbegebiets.
Schon im Mai 2024 hat die Renault Group ihre Strategie für autonome Fahrzeuge vorgestellt. Zusammen mit WeRide kamen erstmals in Europa zwei autonome Minibusse auf öffentlichen Strassen zum Einsatz. Während der French Open in Roland-Garros wurden insgesamt 1000 Kilometer zurückgelegt und fast 700 Personen befördert.
Deshalb wurden nun neue Projekte in Valence (Frankreich) und Barcelona (Spanien) gestartet, weitere folgen in Kürze.
Auch der Flughafen Zürich arbeitet mit WeRide an der Erprobung autonomer Shuttlebusse. Derzeit finden umfangreiche Tests mit einem Sicherheits-Beauftragten an Bord des Fahrzeugs statt – noch ohne Passagiere. Bei positivem Ausgang dieser Testphase können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Shuttles für Fahrten zwischen dem Flughafenkopf und dem Werkhof nutzen.
Im Erfolgsfall kann das Projekt als Beleg dafür gewertet werden, dass die Technologie auch in komplexen Umgebungen und mit den hohen Anforderungen an Sicherheit und Zuverlässigkeit eines Flughafens genutzt werden kann.
Fotos: Renault, Flughafen Zürich AG