Ferrari eröffnet grössten Showroom Europas in der Schweiz
Automobil Revue | 14.05.2026
Mit Kessel Auto Sihlbrugg (ZG) entsteht nicht nur ein neuer Ferrari-Standort, sondern ein Treffpunkt für die Ferrari-Community. Mit einer neuen Werkstatt verdoppeln sich die Servicekapazitäten in der Zentralschweiz. Bei der offiziellen Eröffnung sprachen Ronnie Kessel und Ferrari-Europa-Chef Reno De Paoli über Vision, Tradition und die Zukunft des Kundenerlebnisses.
Mit der Eröffnung des neuen Ferrari-Standorts in Sihlbrugg (ZG) setzt die Kessel Group gemeinsam mit Ferrari ein starkes Zeichen für den Schweizer Markt. Für Ronnie Kessel, Owner und CEO der Kessel Group, geht mit dem Projekt ein lang gehegter Traum in Erfüllung.
«Ich bin im Fahrerlager aufgewachsen. Schon früh habe ich gelernt, dass das Leben aus Herausforderungen besteht – und dass man mit Leidenschaft und etwas Glück Träume verwirklichen kann.»
Auch Reno De Paoli, Head of Ferrari Europe & Africa, stellte die enge Verbindung zwischen Ferrari und der Familie Kessel in den Mittelpunkt.
«Diese Geschichte begann vor vielen Jahren mit Loris Kessel – mit Leidenschaft, Motorsport und einer tiefen Verbindung zu Ferrari.»
Aus dem Rennsport entwickelte sich über die Jahre die heutige Kessel Group, die heute für Ferrari-Händlerbetrieb, Klassiker, Service und Motorsportkompetenz steht. Für Ferrari selbst markiert der neue Standort ebenfalls einen wichtigen Meilenstein: Es handelt sich erst um den zweiten Showroom weltweit im neuen Corporate-Identity-Konzept der Marke – und gleichzeitig um den grössten Ferrari-Showroom Europas.
Im Zentrum des neuen Konzepts steht nicht mehr allein das Auto, sondern das gesamte Kundenerlebnis. Ferrari wolle seine Händlerbetriebe künftig stärker als soziale Treffpunkte und emotionale Erlebnisräume positionieren.
«Der Showroom soll ein Zuhause für die Ferrari-Community sein – ein Ort, an dem Menschen Zeit verbringen, Leidenschaft teilen und die Marke erleben können», erklärte De Paoli.
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Die neue Architektur verbindet italienisches Design mit Ferrari-DNA. Die rote Fassade und horizontale Linien zitieren bewusst Designelemente des Ferrari Daytona SP3. Gleichzeitig orientiert sich das Raumkonzept an der italienischen Piazza – einem Ort der Begegnung und des Austauschs.
Besonderes Augenmerk legte Ferrari dabei auf die menschliche Komponente. Digitale Tools zur Fahrzeugkonfiguration oder Produktpräsentation sollen das Kundenerlebnis ergänzen, «aber niemals die persönliche Beziehung ersetzen».
Ronnie Kessel, Owner und CEO der Kessel Group, und Reno De Paoli, Head of Ferrari Europe & Africa (von links). Zum Vergrössern anklicken!
Ferrari setzt auf Gemeinschaft und Heritage
Für Ferrari steht das neue Konzept auch symbolisch für die Zukunft der Marke. Performance, Innovation und Design bleiben zentrale Werte, doch immer wichtiger werde die Community rund um die Marke.
«Ferrari wird von Menschen geprägt – von Kunden, Sammlern, Enthusiasten und Familien wie Kessel», sagte De Paoli.
Gleichzeitig bleibt die Vergangenheit ein wichtiger Bestandteil der Markenidentität. Ferrari feiert im kommenden Jahr sein 80-jähriges Bestehen – ein Erbe, das sich auch im neuen Standort widerspiegeln soll.
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Ferrari erweitert Servicezentrum in Zug deutlich
Mit der neuen Werkstatt von Kessel Auto verdoppelt Ferrari seine Servicekapazitäten in der Zentralschweiz. Ronnie Kessel präsentierte den Gästen modernisierte Arbeitsplätze, mehr Lagerfläche und neue Dienstleistungen für Ferrari-Kunden.
Im Rahmen der Eröffnung des neuen Ferrari-Standorts gewährte Ronnie Kessel auch Einblicke hinter die Kulissen: in die neue Werkstatt und das erweiterte Servicezentrum der Kessel Group.
«Wir wollten Ihnen zuerst zeigen, was hinter den Ferrari steckt, die man auf der Strasse sieht – nämlich ein Team und eine Werkstatt, die täglich daran arbeiten.»
Die neue Infrastruktur markiert für die Kessel Group einen bedeutenden Ausbau der Servicekapazitäten. Bislang wurden in Zug rund 100 Fahrzeuge pro Monat betreut. Mit der neuen Anlage soll sich diese Zahl künftig verdoppeln.
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Zwar werde diese Kapazität nicht sofort ausgeschöpft, erklärte Kessel, doch die neue Anlage sei darauf ausgelegt, Kunden aus der ganzen Schweiz und darüber hinaus zu betreuen – von regulären Wartungen bis hin zu komplexen Restaurierungen.
Insgesamt verfügt die Werkstatt über 13 Hebebühnen. Damit wolle man flexibler arbeiten können, insbesondere bei längeren Reparaturen oder Wartezeiten auf Ersatzteile aus Maranello. «Manchmal bleibt ein Fahrzeug zwei oder drei Wochen bei uns, weil spezielle Teile aus Italien geliefert werden müssen. Wir wollten vermeiden, Autos ständig verschieben zu müssen.»
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der erweiterten Lager- und Reifeninfrastruktur. Neben einem grossen Ersatzteillager entstand auch ein separates Reifenlager für Kundenfahrzeuge.
«Ferrari ist heute nicht mehr nur ein Sommerauto. Viele Kunden fahren ihre Fahrzeuge auch im Winter», sagt Kessel.
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Modelle wie der FF, der GTC4Lusso oder der Purosangue hätten Ferrari deutlich alltagstauglicher gemacht. Gerade die modernen Allradmodelle würden vermehrt ganzjährig genutzt – entsprechend wichtig seien professionelle Winterreifen- und Serviceangebote.
Hinter dem neuen Servicezentrum steht ein Team von rund 25 Mechanikern, die sich täglich um Wartung, Reparatur und Betreuung der Fahrzeuge kümmern.
Kessel: «Die Werkstatt ist das Herz eines Ferrari-Standorts. Hier entsteht die Qualität und das Vertrauen, das unsere Kunden erwarten.»
Mit dem Ausbau positioniert sich die Kessel Group damit nicht nur als grösster Ferrari-Standort Europas, sondern auch als eines der wichtigsten Service- und Kompetenzzentren der Marke in der Schweiz.