Ionity: Erste Säulen mit 600 kW Ladeleistung

Automobil Revue | 20.02.2026

Ionity geht in Vorleistung: Das Industrie-Konsortium stellt extrem schnelle Ladesäulen auf, bevor geeignete Fahrzeuge auf der Strasse sind.

IONITY Sorgues HYC1000 Charger

Ionity Sorgues

Schnellladesäulenbetreiber Ionity nimmt die ersten Megawatt-Ladesysteme in Betrieb. Die Station im südfranzösischen Sorgues in der Nähe von Avignon ist dabei der 6000. Schnellladepunkt im europäischen Ionity-Netzwerk. Sorgues liegt direkt an der A7 «Autoroutes du Soleil». Diese Autobahn ist eine der wichtigsten europäischen Verkehrsrouten, die Mitteleuropa mit dem Mittelmeer verbindet.

Zunächst in Frankreich, in Kürze auch in Deutschland sollen E-Autos dann mit bis zu 600 Kilowatt laden können – im Bestfall reicht das für rund 300 Kilometer Reichweite in acht Minuten. Als erster deutscher Standort ist Werne im Münsterland angekündigt, langfristig sollen extrem schnelle Ladeparks an den wichtigsten Verkehrsachsen stehen. Zu möglichen Standorten in der Schweiz gab es noch keine Informationen.

Ionity, ein Joint Venture verschiedener Autohersteller, nutzt für das Megawattladen die HYC1000-Säulen des Südtiroler Anbieters Alpitronic. Anders als bei den weniger starken Säulen der Italiener sind die Leistungsmodule nicht in der Ladesäule untergebracht, sondern in einem separaten Gehäuse, von wo die 1000 Kilowatt Gesamtleistung flexibel an acht Ladepunkte verteilt werden.

Bislang gibt es keine Pkw-Modelle, die Leistungen von 600 kW verarbeiten könnten. Die schnellsten Modelle kommen auf Werte um die 500 kW. Trotzdem dürften auch normale E-Mobilisten von den neuen Säulen profitieren, da sie den Strom deutlich flexibler unter den einzelnen Ladepunkten verteilen können als die bisherigen Säulen mit zwei Ladepunkten. SP-X/AR

Foto: Ionity

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