Diese Zahlen gehen aus der Strassenverkehrsunfall-Statistik 2025 des Bundesamts für Strassen (ASTRA) hervor. Im Mehrjahresvergleich zeigt sich nach Aussage der Behörde kein klarer Trend: Nach dem Anstieg 2024 geht die Zahl der Todesfälle 2025 zwar zurück, bewegt sich jedoch weiterhin im Bereich der letzten Jahre. Auch bei den Schwerverletzten halten sich die Werte seit mehreren Jahren auf gleichem Niveau, auch wenn im vergangenen Jahr die Zahlen um fast vier Prozent zugenommen haben.
Damit seien weiterhin grosse Anstrengungen erforderlich, um die Strassenverkehrssicherheit zu verbessern. Aufgeteilt auf die einzelnen Verkehrsteilnehmer ergeben sich folgende Werte:
Personenwagen: 59 Insassen kamen ums Leben (minus 22). Dies ist der tiefste Wert seit Erfassung von Einzelunfalldaten für die gesamte Schweiz im Jahr 1992. 719 Personen wurden schwer verletzt (plus 35). Der stärkste Anstieg ist in der Altersklasse der 55- bis 64-Jährigen (plus 24 gegenüber 2024) und der 18- bis 24-Jährigen (plus 9 gegenüber 2024) zu beobachten.
Bei drei von vier (76.2 Prozent) der 1902 schweren Unfällen mit Personenwagenbeteiligung war Mann oder Frau am Steuer des Autos Hauptverursacher. Bei 535 dieser Unfälle war Missachten des Vortritts der Unfallgrund, 179 waren auf Unaufmerksamkeit und Ablenkung zurückzuführen. Fehlverhalten bei Fahrbewegungen waren in 136 Fällen Hauptunfallursache, in 130 Fällen war es Alkohol.
Motorräder: 49 Töfffahrer verunglückten tödlich, das sind zwei mehr als 2024, 1085 Personen wurden schwer verletzt (plus 4).
Fahrräder: 20 Velofahrer starben (unverändert). 671 Personen wurden schwer verletzt (plus 38).
E-Bikes: 24 Personen kamen ums Leben (minus 1). 586 Personen wurden schwer verletzt (plus 53).
Fussgängerinnen und Fussgänger: 39 Personen starben (minus 9). 435 wurden schwer verletzt, das sind 6 weniger als im Vorjahr.
Der VCS Verkehrs-Club der Schweiz sieht angesichts der Zahlen Handlungsbedarf, denn die Verkehrssicherheit von Seniorinnen und Senioren werde mehr und mehr zu einer zentralen Herausforderung. Bereits in den Jahren 2014 bis 2024 sei die Zahl der schweren Unfälle in der Altersgruppe 65+ um 10 Prozent gestiegen – gemäss BFU-Zahlen seien 40 Prozent der Getöteten im Strassenverkehr Personen ab 65 Jahren. Gleichzeitig wachse der Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung weiter.
Damit steigt auch die Bedeutung sicherer Verkehrswege für diese Altersgruppe, vor allem beim Veloverkehr. E-Bikes seien gerade in diesem Alter sehr beliebt, der Boom führe leider aber auch zu mehr Unfällen: Seit 2015 habe sich die Zahl der E-Bike-Unfälle bei Menschen ab 65 Jahren fast verdreifacht. Viele der schweren Unfälle passierten innerorts, so der VCS.