Kia EV 2: Praktisch und preiswert unterwegs im kleinen SUV
Frank Thomas Uhrig | 30.03.2026
Mit dem EV2 rundet Kia sein vollelektrisches Modellportfolio nach unten ab. Das kleine SUV muss sich hinter seinen grösseren Verwandten aus der Kia-Flotte nicht verstecken.
Auch Kia setzt auf eine erschwinglichere Elektrifizierung des Automobils. Mit dem EV2 kommt jetzt das Einstiegs-SUV der Marke in den Handel. In Deutschland startet die Preisliste bei knapp 30‘000 Euro, das spartanisch ausgestattete Basismodell, das erst ab Herbst lieferbar ist und 26‘600 Euro kostet, einmal ausgeklammert. Warum hier Euro-Preise genannt sind: Kia Schweiz hat seine Preisliste noch nicht kommuniziert.
Viele Features haben die Entwickler aus den grösseren Modellen übernommen. Unter anderem bietet der EV2 diverse Assistenten für Komfort und Sicherheit, die schon aus EV3 und Co. bekannt sind. Das ist kein Wunder, basiert der EV2 doch auf der gleichen Basis E-GMP (Electric Global Modular Platform), deren 400-Volt-Version hier zum Einsatz kommt.
Für den Antrieb des 4.06 Meter langen E-SUV stehen zwei Lithium-Ionen-Batterien zur Wahl. Der Lithium-Eisenphosphat-Akku mit 42.2 kWh bietet eine Reichweite von 317 Kilometern. Die Langstreckenversion erhält eine Nickel-Mangan-Cobalt-Batterie (NMC) mit 61.0 kWh und kommt auf 453 Kilometer. Beide Varianten benötigen am Schnellader rund 30 Minuten, um den Akku von 10 auf 80 Prozent zu bringen.
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Bemerkenswert, dass der gleiche Motor mit dem kleineren Akku stärker ist (108 kW/146 PS) als mit dem grösseren (99 kW/135 PS). Im Alltagsbetrieb macht sich dieser Unterschied allerdings nicht bemerkbar, die Fahrleistungen sind gleich. Mit an Bord hat der EV2 einen Wechselrichter, der auch an einer AC-Säule laden mit 22 kW erlaubt.
Das äussere Erscheinungsbild des Einstiegs-SUV ist kräftig-robust und schnörkellos. Die Kia-Designer haben an der Front die senkrechten Linien neben den serienmässigen LED-Scheinwerfern weit nach aussen gesetzt und stark betont, Front und Seitenlinien folgen strengen geometrischen Formen. Das Heck ist eine grosse, bis auf die Heckscheibe geschlossene Fläche ohne Schnickschnack – sachlich und funktional.
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Diese Anmutung setzt sich im Innenraum fort, es dominieren harte und weiche Kunststoffe. Das Gestühl ist bequem, mit praktischen und farbenfrohen Bezügen. Im Cockpit sind sehr gut auflösende Displays verbaut, die klar und zuverlässig die Fahrzeugdaten liefern.
Wir fuhren den EV2 mit der kleinen Batterie als Vier- und als Fünfsitzer. Denn Kia spendiert dem B-SUV wahlweise eine durchgehende, starre Rückbank mit Mittelplatz, bei der nur die Lehnen umgeklappt werden können. Oder gegen Aufpreis eine längsverschiebbare Bank mit zwei Einzelsitzen. Je nach Wahl gibt es mehr oder weniger Stauraum und Komfort.
Bei normaler Fahrweise fällt auf, dass der WLTP-Verbrauchswert doch in allzu weite Ferne rückt, schon nach knapp 250 Kilometern war beim Testwagen der «Bitte dringend Aufladen»-Alarm zu hören. Der Motor hat zumindest mit dem gut 1,6 Tonnen schweren Auto keinerlei Mühe, lediglich das Fahrwerk könnte etwas straffer ausgeführt sein. Wie die Lenkung macht es einen insgesamt etwas indifferenten Eindruck. SP-X/AR
Technische Daten Kia EV2
Karosserie Fünftüriges, vier-/fünfsitziges SUV der Kleinwagen-Klasse. Länge 4.06 Meter, Breite 1.80 Meter, Höhe 1.57 Meter, Radstand 2.56 Meter, Kofferraumvolumen Viersitzer 403 bis 1201 Liter, Fünfsitzer 362 bis 1160 Liter, Frunk 15 Liter
Antrieb Elektromotor mit 108 kW (146 PS), Drehmoment 250 Nm, Akku 42.2 kWh, Ladeleistung 118 kW (DC), 22 kW (AC). Ladedauer DC 10-80 % in 29 Minuten, AC (22 kW) 10-100% in 2:35 Std.
Fahrleistungen 0-100 km/h 8.7 s, Höchstgeschwindigkeit 161 km/h, Verbrauch 15.1-15,5 kW/h/100 km, Reichweite 317 km (WLTP
Preis 26‘600 Euro Basis-Viersitzer, 28‘990 Euro Basis-Fünfsitzer (grössere Batterie mit 61 kWh 4500 Euro Aufpreis), Preise für die Schweiz stehen noch nicht fest