Subaru E-Outback: Wie gut ist der elektrische Crossover im Gelände?

Alexander Sellei | 23.03.2026

Der Crossover-Klassiker wird elektrisch. Der Subaru E-Outback will als hoher Allrad-Kombi Geheimtipp für Fans abseits des SUV-Mainstreams bleiben. Erste Testfahrten mit dem neuen Modell, das in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt kommt.

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Subaru E-Outback

Der Outback war schon immer ein leiser Grenzgänger: kein klassischer Kombi, kein echtes SUV, sondern ein hochgelegter Lastenträger mit kernigem Look und Offroad-Qualitäten.

Für Subaru und seine Kundschaft waren dabei zwei Konstanten besonders wichtig: permanenter Allradantrieb und der geschmeidige Boxermotor unter der Haube. Umso grösser lastet die Bürde auf der siebten Generation: Sie soll eine sehr spezielle Klientel ins Elektrozeitalter begleiten – ohne den alten Markenkompass zu verlieren.

Folglich bleibt auch der E-Outback dem aufgestelzten Kombi-Layout treu, ersetzt den Boxer durch zwei E-Motoren und hält am konsequenten Allradcharakter fest.

Zugleich streckt sich im Vergleich zum Schwestermodell Solterra die Karosserie, womit Laderaum und Langstreckentauglichkeit stärker in den Fokus rücken. In Europa ist der Marktstart für die zweite Jahreshälfte geplant.

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Subaru E-Outback

Den Subaru E-Outback gibt es prinzipiell nur mit Allradantrieb

Der E-Outback ist das dritte grosse Teilprojekt, das Subaru im Rahmen der Allianz mit Toyota auf die gemeinsame Elektroplattform stellt. Auf Subaru-Seite komplettieren Solterra und Uncharted das Trio, während bei Toyota bZ4X, C-HR+ und der bZ4X Touring als direkte Verwandte auftreten.

Alle Modelle nutzen eine gemeinsam entwickelte Architektur, teilen sich zentrale Komponenten, werden aber bewusst unterschiedlich positioniert. Der Subaru E-Outback ist dabei das erste batterieelektrische Serienmodell, das Subaru im eigenen Werk Yajima für den globalen Markt fertigt – und jenes, das die Kooperation am stärksten in Richtung Allradkompetenz und hochgelegten Kombi-Charakter auslegt.

Genau dort verläuft auch technische Trennlinie zu den Schwestermodellen. Während der Toyota in Europa auch mit Frontantrieb angeboten wird, bringt Subaru den E-Outback grundsätzlich mit einem Allradsystem.

Zwei Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse summieren sich auf 280 kW (375 PS) Systemleistung. Der Hinterachsantrieb sorgt im Zusammenspiel mit der Elektronik für ein neutrales, gut kontrollierbares Fahrverhalten – auf der Strasse ebenso wie auf losem Untergrund.

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Subaru E-Outback

In ersten Fahrtests bewegt sich der Subaru E-Outback souverän durchs Gelände

Der elektrische Allrad wird durch 21.1 Zentimeter Bodenfreiheit und das X-Mode-System ergänzt. Es bietet unterschiedlich Programme für Schnee und Matsch, dazu kommen ein spezieller Offroad-Tempomat und eine Bergabfahrhilfe.

So klettert der E-Outback im ersten Fahrtest souverän über steile Auffahrten, Verschränkungs-Passagen und tieferen Sand, ohne dass das System hektisch wirkt oder spürbar nachregeln müsste. Selbst im Gelände ungeübte Fahrer können sich auf die Elektronik im Hintergrund verlassen: Sie verteilt die Momente so effektiv, dass der Wagen schwierig wirkende Passagen mit erstaunlich wenig Drama meistert.

Auf Asphalt zeigt der Subaru E-Outback eine andere, aber weiterhin gelassene Seite. Zwar kann auch dieser Subaru wie ein Sportwagen beschleunigen, fährt sich ansonsten gutmütig, lenkt berechenbar ein und wirkt jederzeit souverän. Last- und schnelle Richtungswechsel verarbeitet er gelassen, die Lenkung bleibt ausreichend direkt. Auch plötzlich ändernde Fahrbahnbeläge meistert das Fahrwerk unaufgeregt und sicher. Die Rekuperation lässt sich in mehreren Stufen über Lenkradwippen einstellen, dank des kräftigen hinteren E-Motors bleibt selbst im stärksten Modus die Verzögerung gleichmässig und kommt ohne störende Nickbewegungen der Karosserie aus.

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Subaru E-Outback

Die 74.7-kWh-Batterie im E-Outback ermöglicht 526 Kilometer Reichweite

Die Energie liefert eine Lithium-Ionen-Batterie mit 74.7 kWh Kapazität. Nach vorläufigen WLTP-Daten sind laut Hersteller bis zu rund 526 Kilometer Reichweite möglich. Das bis dato vielkritisierte Manko des Solterra, nämlich die bescheidene Schnellladefähigkeit, soll zumindest verbessert worden sein. Am DC-Schnelllader lädt der E-Outback mit bis zu 150 kW von 10 auf 80 Prozent in etwa einer halben Stunde, eine neue Batterievorkonditionierung soll zudem die Ladeleistung bei Kälte.

Weiterhin im Mittelklassefeld bewegt sich der E-Outback auch bei den Abmessungen. Die Länge liegt bei rund 4.85 Metern. Gegenüber dem Solterra wächst damit vor allem die Länge, was Fond und Kofferraum zugutekommt. Der Laderaum bietet über 600 Liter bei aufgestellter Rückbank und mehr als 1700 Liter mit umgelegten Lehnen. Eine elektrische Heckklappe mit Fusssensor, variabler Ladeboden und praktische Detaillösungen sollen den Alltag vereinfachen. Die gebremste Anhängelast liegt bei 1500 Kilogramm, dazu kommen bis zu 80 Kilogramm Dachlast im Fahrbetrieb und deutlich über 300 Kilogramm im Stand, etwa für Dachzelt-Nutzung.

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Subaru E-Outback

Im Innenraum kombiniert Subaru einen zentralen 14-Zoll-Touchscreen mit physischen Bedienelementen für zentrale Funktionen. Positiv fällt dabei der überarbeitete Fahrerarbeitsplatz auf: Das Lenkrad ist abgeflacht, das Kombiinstrument höher positioniert.

Bei den Assistenzsystemen kommt ein umfangreiches Paket zum Einsatz, inklusive Notbremsassistent mit Kollisionswarnung, aktivem Spurhalteassistent, adaptiver Geschwindigkeitsregelung mit Spurzentrierung, 360-Grad-Kamera und Notfall-Anhaltesystem.

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Subaru E-Outback

Gerade im Elektrosegment bleibt die Kombination aus erhöhter Bodenfreiheit und klassischem Kombi-Aufbau rar.

Der Subaru E-Outback adressiert daher Kunden, die die grosse, gut nutzbare Hecköffnung und die flachere Ladefläche eines Kombis schätzen, aber nicht auf den Einstiegskomfort und die Traktionsreserven eines SUV verzichten möchten. SP-X/AR

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Subaru E-Outback

Technische Daten
Subaru E-Outback

Karosserie Fünftüriger, fünfsitziger Crossover-Kombi der Mittelklasse; Länge 4.,85 Meter, Breite 1.86 Meter, Höhe 1.68 Meter, Radstand 2.85 Meter, Bodenfreiheit 21.1 Zentimeter, Kofferraumvolumen 619 bis 1718 Liter. Anhängelast gebremst 1500 kg, Dachlast 80 kg (300 kg im Stand)

Antrieb Vollelektrischer Allradantrieb mit zwei Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse; Leistung je Motor 167 kW (224 PS), Systemleistung 280 kW (375 PS), permanenter Allradantrieb, stufenlose Eingang-Automatik

Batterie Lithium-Ionen-Batterie mit 74.7 kWh, 400 Volt, DC-Ladeleistung bis 150 kW (10–80% in 30 Minuten), AC-Ladeleistung: 11 kW Serie, 22 kW optional

Fahrleistungen 0–100 km/h 4.5 s, Höchstgeschwindigkeit 180 km/h, elektrische Reichweite bis 526 km (WLTP, vorläufig),

Preis steht noch nicht fest (geschätzt ab 50‘000 Franken)

Fotos: Subaru

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