Test Sommerreifen: Darf es auch ein Reifen zum günstigen Preis sein?

Automobil Revue | 05.02.2026

Zehn Sommerreifen, ein überraschend starkes Feld: Im Test des deutschen Automobilclubs ACE fiel keiner der Kandidaten durch. Michelin stellt den Gesamtsieger, doch günstige Konkurrenten rücken dicht auf.

Bremstest auf nasser Fahrbahn

Der ACE Auto Club Europa hat Sommerreifen der bei Modellen der Kompaktklasse beliebten Grösse 225/40 R18 XL getestet. Alle erreichen mindestens das Urteil «empfehlenswert», vier Modelle sichern sich dank ihrer hohen Sicherheitsperformance sogar das Prädikat «sehr empfehlenswert».

Wobei es durchaus unterschiedliche Stärken bei den Bremstests gab. Auf nasser Strasse lagen vier Meter Bremsweg zwischen Continental als bestem Reifen und dem Nexen, auf trockener Strasse kam der Bridgestone am schnellsten zum Stehen, eng gefolgt von Continental und Michelin. Beim Thema Aquaplaning punktete hingegen das preiswertete Reifenmodell im Testfeld, der Nexen, gemeinsam mit den Modellen von Pirelli und Falken. Beim Nasshandling holte sich die chinesische Reifenmarke Linglong den Sieg vor Nokian und Michelin. Beim Trockenhandling überzeugen vor allem Pirelli, Falken, Continental und Michelin

In der Gesamtwertung liegt mit 141 von 170 möglichen Punkten der Michelin Pilot Sport 4S an der Spitze. Zugleich ist der Reifen mit rund 150 Franken auch der mit Abstand teuerste im Feld.

Knapp dahinter folgt der Continental SportContact 7 mit 140 Punkten, der mit unter 100 Franken allerdings deutlich günstiger ist. Ebenfalls stark präsentiert sich der Bridgestone Potenza Sport Evo mit 138 Punkten und einem Preis von 95 Franken. Den vierten Platz belegt der Falken Azenis FK520 mit 135 Punkten. Mit einem Preis von 87 Franken ist er der preiswerteste Reifen unter den Topmodellen.

Im Feld mit der Gesamtnote «empfehlenswert» geht es ausgesprochen eng zu: Die Ränge fünf bis zehn trennen lediglich fünf Punkte. Niemand fällt deutlich ab.

Wer vor allem auf den Preis achtet, findet hier Alternativen wie den Linglong Sport Master (129 Punkte/knapp 80 Franken) oder den Nexen N’ Fera Sport (128 Punkte/70 Franken).

Etwas teurer sind der Kumho Ecsta Sport SP72 (131 Punkte/92 Franken) oder der Nokian Powerproof 2 mit rund 95 Franken.

Der Pirelli P Zero PZ ist mit 113 Franken auf der teuren Seite, der Goodyear Eagle F1 Supersport liegt mit 103 Franken ebenfalls über der magischen Grenze von 100 Franken pro Reifen.

Alle Preisangaben basieren auf den aktuellen Angeboten bei reifendirekt.ch. SP-X/AR

Foto: ACE

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