Das sieht man bei der Formel 1 auch nicht alle Tage: Die dritte Startreihe blieb komplett leer, beide McLaren-Piloten (Lando Noris und Oscar Piastri) mussten noch vor dem Rennen die Segel streichen. In beiden Fällen gab es elektrische Probleme am Motor. Bei Piastri trat der Defekt erst auf der Startposition auf, er musste noch vor dem Start von der Strecke geschoben werden. Das gleiche Schicksal ereilte Gabriel Bortoleto im Audi. Und Alex Albon im Williams, der aus der Box hätte starten müssen, blieb gleich dort, weil sich Hydraulikprobleme nicht rechtzeitig beheben liessen.
Die anderen beiden ersten Startreihen teilten sich Mercedes und Ferrari. Dabei legten die Ferrari-Piloten den besten Start hin, Lewis Hamilton stiess auf Platz eins vor. Allerdings konterten die beiden Mercedes-Piloten schnell, so dass sich Kimi Antonelli und George Russel wieder die Plätze eins und zwei holten. Nach einer Safety-Car-Phase musste sich Russel mit neuen Reifen wieder an Hamilton und Leclerc vorbeiarbeiten, während Antonelli an der Spitze unangefochten seine Runden zog – auch eine Folge davon, dass sich die beiden Ferrari-Piloten untereinander beharkten.
Trotz eines heftigen Verbremsers in den Schlussrunden sicherte sich Kimi Antonelli am Ende seinen ersten F1-Sieg und wurde damit der zweitjüngste Grand-Prix-Sieger in der Geschichte der Königsklasse. Im Ziel hatte er 25 Sekunden Vorsprung vor dem schnellsten Ferrari mit Lewis Hamilton am Steuer.
Neben den vier Ausfällen am Start mussten weitere sieben Autos wegen technischer Defekte das Rennen beenden. So erreichte keiner der Aston Martin wegen Batterieproblemen das Ziel.
In der Fahrer-Weltmeisterschaft liegt weiterhin George Russel vorne, Kimi Antonelli liegt mit vier Punkten Rückstand auf Platz zwei.
Das nächste Rennen ist der Grosse Preis von Japan in Suzuka vom 27. bis 29. März.