Peugeot 508 SW Plug-in-Hybrid – König Leo der Zweite

AR-Testteam | 11.01.2024

Kombinationswagen Das Topmodell von Peugeot geht frisch geliftet in seine zweite Amtszeit. Zwei Plug-in-Hybride stehen zur Wahl – welcher hat Anspruch auf die Krone?

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Mit der Abdankung des Peugeot 607 während der Finanzkrise 2009 wurde der Peugeot 508 zum Spitzenmodell der Löwen-Marke. Sein Nachfolger der zweiten Generation ist auch schon lange auf dem Markt, er übernahm 2018 das Zepter und wurde nach fünf Jahren aufgehübscht. Zum Testvergleich treten an: der Peugeot 508 SW PSE Hybrid 4 360 und der Peugeot 508 SW GT Hybrid 225. Vierrad- gegen Zweiradantrieb. Drei Motoren gegen deren zwei. Viele Gemeinsamkeiten, aber auch grosse Unterschiede.

Behutsam beschnuppert

Die Franzosen bieten mit dem 508 SW eine extrovertierte Alternative zu den biederen Vertreterkombis aus dem deutschen Nachbarland. Das aktuelle Facelift bezieht sich namensgebend nahezu ausschliesslich auf die Fahrzeugfront. Den 508 zieren ein neues Löwen-Logo, die Tagfahrleuchten in Krallenoptik, schmalere Matrixlampen und eine neue Fahrzeugnase. Der weisse PSE setzt mit seiner schwarzen Front mit vertikalen Lamellen, den schwarzen 20-Zöllern und dem schwarzen Diffusor noch einen obendrauf und unterstreicht so seinen sportlichen Anspruch. Die zusätzlichen Luftleitelemente an Front, Seite und Heck sind zwar auch mehr öffentliche Darbietung als aerodynamische Notwendigkeit, sind aber dennoch sehr schick anzuschauen. Der mausgraue 225 Hybrid erhält selbstverständlich dieselben neuen Kosmetik­updates, verzichtet jedoch auf Flügelwerk und Diffusor. Seine dreidimensionale Front wirkt jedoch nicht minder attraktiv.

Dass bei Peugeot das Design schon mal der Funktion vorgezogen wird, zeigt die niedrige Fahrzeughöhe. Ob der Kombi zum allseits beliebten Velotransport taugt, darf bei der wenig hohen Ladeluke bezweifelt werden. In In der Länge und Breite hingegen bietet der Kofferraum dafür ordentlich Platz mit einer niedrigen Ladekante. So sind trotz der abfallenden Dachlinie mit ein wenig Pack- und Verstautalent Ferienreisen mit der vierköpfigen Familie problemlos möglich.

Weitaus elementarer ist jedoch, dass Personen mit einer Körpergrösse über 1.80 Metern beim Ein- und Ausstieg zur ersten und zweiten Sitzreihe den Kopf einziehen müssen, um sich nicht am Fahrzeugrahmen zu stossen. Hat man es dann unfallfrei ins Fahrzeuginnere geschafft, bleibt die Kopffreiheit weiterhin eine knappe Sache. Dafür entschädigen die Sitze mit bequemer wie erweiterbarer Auflagefläche und diversen Massageprogrammen, dass der Löwe nur so schnurrt.

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