«Audi hat 2025 den Aufbruch gestartet», betonte CEO Gernot Döllner während der Bilanzpressekonferenz, «wir haben uns neu erfunden.» Vor allem die zweite Jahreshälfte hat die Finanzzahlen für das Gesamtjahr ansehnlicher gemacht. Nach Aussagen des Herstellers hat seit September der Absatz spürbar zugelegt und in jedem Monat wurden die Vorjahresergebnisse übertroffen. Stark entwickelte sich dabei das Wachstum bei den vollelektrischen Fahrzeugen: 223‘032 ausgelieferte E-Autos der Marke Audi (2024: 164‘480) bedeuten einen Anstieg von 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
«Wir haben Audi 2025 durch ein geopolitisch und industriell schwieriges Umfeld gesteuert und eine solide finanzielle Performance erreicht. Gleichzeitig zeigen die Zahlen deutlich, dass wir bei Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit weiter zulegen müssen», betonte Finanzvorstand Jürgen Rittersberger. Allein durch die Zölle im Handel mit den USA wurde das Ergebnis um 1.2 Milliarden Euro belastet.
Die Markengruppe Progressive aus Audi, Bentley, Lamborghini und Ducati verkaufte 2025 exakt 1‘644‘429 Automobile (2024: 1‘692‘548) sowie 50‘895 (2024: 54‘495) Motorräder. Die Marke Audi lieferte 1‘623‘551 Autos aus, knapp 50‘000 Einheiten weniger als 2024.
Lamborghini trug 10‘747 (2024: 10‘687) Fahrzeuge bei und übertraf damit leicht das Vorjahr. Die Umsatzerlöse stiegen auf 3.197 Milliarden Euro, das operative Ergebnis sank um knapp 70 Millionen Euro auf 768 Millionen Euro.
Bentley verkaufte rund 500 Autos weniger als 2024 und setzte damit 10‘131 Einheiten ab. Der Umsatz sank um rund 30 Millionen auf 2.615 Milliarden Euro, das operative Ergebnis von 373 auf 216 Millionen Euro.
Als Vorschau auf das laufende Jahr kündigte Döllner ein neues Einstiegsmodell in das Elektroportfolio von Audi an. «Mit dem Audi A2 e-tron bringen wir im Herbst 2026 einen hocheffizienten Einstieg in die E Mobilität – ein klares Statement für Effizienz.» Am anderen Ende des Angebot soll der neue Audi Q9 die Position der Marke in den USA stärken. Der Q9 «definiert die Spitze unseres Portfolios», sagte Döllner. Mittelfristig setze Audi auf starke Partnerschaften und «die Power des Konzerns». Schon 2028 soll der erste Audi mit der neuen E/E-Architektur von RV Tech kommen, einem Joint Venture des Volkswagen-Konzerns mit Rivian.