Automarkt Schweiz im April: Wo bleibt der Aufschwung?

Klaus Justen | 04.05.2026

Mit 18’618 Neuzulassungen im April 2026 hat sich der Schweizer Automarkt nach einem Zwischenhoch im März wieder eher schwach präsentiert, auch füs Gesamtjahr verbreiten die Verkaufszahlen keinen Glanz. Beachtlich allerdings: Der Anteil der Steckerfahrzeuge – also Vollstromer und Plug-in-Hybriden – bewegt sich Richtung 40 Prozent.

VW Golf

Bestverkauftes Auto in der Schweiz in diesem Jahr: der VW Golf

Die 18’618 neu immatrikulierten Fahrzeuge in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein entsprechen nahezu dem Vorjahreswert von 18'664 Fahrzeugen, es gibt einen leichten Rückgang um 0.2 Prozent. Kumuliert ergibt sich nach den ersten vier Monaten ein Volumen von rund 71’600 Personenwagen, was nur einem hauchdünnen Plus von 0,3 Prozent gegenüber dem schwachen Vorjahr entspricht.

Damit setze sich die verhaltene Marktentwicklung des ersten Quartals fort, zieht die Importeursvereinigung Auto-Schweiz Bilanz.

Allerdings konnten im April vollelektrische Antriebe und Plug-in-Hybride weiter zulegen. Diese Steckerfahrzeuge machten im April 37.5 Prozent der Neuzulassungen aus. Der Anteil der Steckerfahrzeuge seit Anfang Jahr beträgt kumuliert 34.7 Prozent.

Das bedeutet für die Vollstromer (BEV) in den ersten vier Monaten gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 13.3 Prozent zu, während Plug-in-Hybride (PHEV) mit einem Plus von 27.0 Prozent deutlich stärker wachsen.

Top 10 Schweiz 2026

1. (1.) VW Golf 1518
2. (4.) Skoda Kodiaq 1430
3. (2.) VW Tiguan 1395
4. (2.) BMW X3 1375
5. (8.) Skoda Enyaq 1188
6. (5.) BMW X1 1179
7. (6.) Toyota Yaris 1118
8. (10.) Mercedes GLC 1104
9. (7.) Audi Q3 1077
10. (9.) Skoda Elroq 1074

Neuzulassungen für das Jahr 2026, Platzierung Vormonat in Klammern

Die Hybrid-Fahrzeuge – darunter zählen sowohl Vollhybride als auch nur leicht hybridiserte Fahrzeuge (Mildhybride) legten um 1,8 Prozent zu. Daraus resultiert ein weiter rückläufiger Markt von reinen Benzin- und Diesel-Antrieben.

Die Rangliste der meistverkauften Fahrzeuge bleibt fest in der Hand des Volkswagenkonzerns. Auf Platz 1 behauptet sich der VW Golf vor dem Skoda Kodiaq und dem VW Tiguan. Mit dem Skoda Enyaq platziert sich das erste Elektromodell auf Rang 5 der meistverkauften Modelle.

Damit führt der Enyaq selbstverständlich auch das Ranking der Vollstromer an, hier folgt ihm knapp der Markenkollege Skoda Elroq, bevor mit deutlichem Abstand Tesla Model Y, Volvo EX30 und Audi Q4 e-tron auf den Rängen 3 bis 5 platziert sind.

Top 10 Schweiz elektrisch

1. (1.) Skoda Enyaq 1188 
2. (2.) Skoda Elroq 1074 
3. (5.) Tesla Model Y 701 
4. (3.) Volvo EX30 610 
5. (4.) Audi Q4 518 
6. (7.) BMW iX1 453 
7. (8.) Renault R5 377 
8. (6.) Tesla Model 3 352  
9. (-) BMW iX3 332
10. (10.) VW ID.3 331

Neuzulassungen für das Jahr 2026, Platzierung Vormonat in Klammern

Die Spitzenposition bei den Marken behauptet VW, das fast 7900 Autos auslieferte und damit ein stabiles 15-prozentiges Plus im Vergleich zu 2025 schreibt. Auf Rang 2 hat sich Skoda ein Stückweit von BMW abgesetzt – während die tschechische Volkswagen-Tochter ein Jahres-Plus von 9.1 Prozent schreibt, hinkt der bayerische Hersteller seinem Vorjahresergebnis mit knapp 8 Prozent hinterher. Ebenfalls rote Zahlen schreibt Audi auf Platz 4 (minus 6.2 Prozent), auf Platz 5 liegt Mercedes-Benz mit 5160 verkauften Fahrzeugen und einem Minus zum Vorjahr von 6.2 Prozent.

Zu den Gewinnern gehören unter anderem Toyota (15.1 %) und Volvo (13.3 %), auch die Stellantis-Marken Opel (33.9 %), Fiat (53.2 %) und Citroën (45.4 %) vermelden nach Jahren mit Verkaufsrückgängen wieder steigende Zahlen.

Exorbitant sind die Zuwachsraten bei den Newcomern aus China, die von einem sehr niedrigen Niveau kommen und deshalb 1450 Prozent Plus wie BYD (von 87 auf 1349 Fahrzeuge) oder fast 200 Prozent Plus wie Leapmotor (von 171 auf 509 Fahrzeuge) schreiben. Auch die dritte chinesische Marke MG schreibt weiter positive Zahlen, der Verkauf kletterte in diesem Jahr von 812 auf 1413 Fahrzeuge, das ist ein Plus von 74 Prozent.

Foto: VW

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