Rekordjahr: Skoda verdoppelt die Zahl seiner verkauften Elektroautos

Klaus Justen | 12.03.2026

Während die anderen Marken des Volkswagen-Konzerns im vergangenen Jahr Gewinneinbrüche verzeichnen mussten, konnte die tschechische Tochter Skoda für 2025 ein weiteres mal Rekordzahlen melden. Mehr als eine Million ausgelieferte Fahrzeuge, Nummer 3 in Europa, Rekordgewinn von 2.5 Milliarden Euro bei 30.1 Milliarden Umsatz. Und: jedes vierte verkaufte Fahrzeug in Europa ist mit einem Stecker zum Laden ausgerüstet.

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Skoda-CEO Klaus Zellmer bei der Präsentation des Skoda Elroq

Schon vor einem Jahr hatte CEO Klaus Zellmer bei der Vorlage der Geschäftszahlen das Ziel ausgegeben, die Zahl der verkauften Elektroautos zu verdoppeln. Der CEO hatte damals nicht übertrieben, obwohl das Autojahr 2024 empfindliche Dämpfer für den Elektromarkt bereitgehalten hatte.

Zellmers Optimismus speiste sich aus der Markteinführung des Skoda Elroq, und das neue Modell hielt, was es versprach. Obwohl nur zehn Monate am Markt, landete es in der europäischen Hitliste der meistverkauften Elektroautos auf Rang zwei. Insgesamt verkaufte Skoda 174‘900 Elektroautos, das ist mehr als doppelt soviel wie 2024. Hinzu kommen noch 43.800 Plug-in-Hybriden (PHEV) so dass sich der Anteil der Steckerfahrzeuge in Europa auf 25.7 Prozent erhöhte.

Noch getarnt: der neue Skoda Epiq. Zum Vergrössern anklicken!

In diesem Jahr will Skoda nachlegen, denn erneut verdoppelt sich die Zahl der angebotenen BEV-Modelle. Noch in der ersten Jahreshälfte bringt der Hersteller den Skoda Epiq, das Gegenstück zum VW ID. Cross (was der ID. Cross kann, können Sie demnächst hier lesen).

Im weiteren Verlauf des Jahres folgt dann noch das vierte vollelektrische Modell, der Skoda Peaq. Der wurde als Vision 7S vorgestellt – eine rund fünf Meter lange Grossraumlimousine mit sieben Plätzen – das neue Flaggschiff der Marke.

Insgesamt lieferte Skoda im vergangenen Jahr 1.043.900 Fahrzeuge aus, das ist ein Plus von 12.7 Prozent. Wichtigste Märkte waren Deutschland, die Tschechische Republik, Grossbritannien, Indien und Polen. In Europa (EU plus Schweiz, Norwegen, Island und UK) hat sich Skoda innerhalb von vier Jahren von Rang 10 auf Rang 3 der meistverkauften Marken vorgearbeitet, merkte Zellmer stolz an.

Auf die eher scherzhafte Zwischenfrage, wann Skoda denn die Nummer 1 anpeile, antwortete Zellmer diplomatisch, man wolle gar nicht Nummer 1 werden. In Wolfsburg wird man es mit Wohlwollen aufnehmen. Unter den Top 10-Marken hatte Skoda im vergangenen Jahr mit 9.6 Prozent das grösste Wachstum zu verzeichnen.

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Aus der Studie Vision 7S wird in diesem Jahr der Skoda Peaq

Nachdem die Marke den Wegfall ihres einst wichtigen Marktes Russland verkraften musste, hat sie sich mittlerweile einen Ersatzmarkt aufgebaut. In Indien verdoppelte Skoda 2025 seinen Absatz nahezu auf 70‘600 Einheiten. Dabei war das kleine SUV Kylaq der Hauptumsatzträger. Indien und Vietnam seien strategisch wichtige Märkte für die geplante Expansion von Skoda in der ASEAN-Region.

Global gesehen bleibt der Skoda Octavia das meistverkaufte Modell der Marke vor Kodiaq, Kamiq und Fabia. Sie trugen zu einem Markenumsatz von 30.1 Milliarden Euro und einem Betriebsgewinn von 2.5 Milliarden Euro bei. Der Umsatz lag damit 8.3 Prozent höher als im Vorjahr, der Gewinn stieg um 8.6 Prozent. Die Umsatzrendite von 8.3 Prozent lag stabil auf Vorjahresniveau. Der Netto-Cashflow des Unternehmens stiegt auf einen Rekordwert von 2.3 Milliarden Euro.

Fotos: Skoda

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