Automobil Revue | 22.07.2026
Ein Porsche Taycan Turbo GT in «nordischgoldmetallic» fällt auf – nicht wegen seiner Leistung, sondern wegen der Geschichte dahinter. Ein Schweizer Porsche-Kunde, der bereits drei vollelektrische Sportwagen aus Zuffenhausen gefahren hat, wollte seinen nächsten Taycan nach einer ganz persönlichen Vorstellung gestalten. Gemeinsam mit dem Porsche Zentrum Lugano und dem Sonderwunsch-Team des Herstellers entstand ein Einzelstück.
Die Idee für die Gestaltung entstand nicht am Computer, sondern am Luganersee. Das Licht bei Sonnenauf- und -untergang, das die Wasseroberfläche in Gold- und Orangetöne taucht, sollte sich im Fahrzeug wiederfinden.
Der Kunde brachte eine eigene Designvorlage mit, danach folgten mehrere Gespräche und Termine in Zuffenhausen. Am Ende wurden rund 30 Sonderwunsch-Positionen umgesetzt, mehr als die Hälfte davon waren neue Lösungen.
Die Karosserie trägt die Lackierung «nordischgoldmetallic», eine Farbe aus dem Programm «Farbe nach Wahl». Der Ton erinnert an die Goldtöne früherer Porsche-Modelle, etwa aus den 1970er-Jahren.
Dazu kommen Details in Turbonit und Neodyme: Das Porsche-Wappen auf der Fronthaube ist in Turbonit gehalten, Einleger an Front und Seitenschwellern sowie Teile der 21-Zoll-Turbo-GT-Räder tragen den metallisch schimmernden Farbton Neodyme. Schwarze Elemente an Spiegeln, B-Säulen und Heckspoiler setzen Kontraste.
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Auch der Innenraum wurde nach diesem Konzept gestaltet. Die Sitze kombinieren Pepita-Stoff in Schwarz und Schiefergrau mit Leder in Kieselgrau und schwarzem Racetex. Ziernähte in Kreide und Mojave Beige sowie verschiedene Neodyme-Elemente an Schalthebel, Luftauslässen, Cupholdern und Türöffnern greifen die Farbidee der Karosserie auf. Selbst Details wie die Ablagefach-Abdeckung mit eingeprägtem Sonderwunsch-Logo oder die individuell gestaltete Bordmappe gehören zum Umbau.
Technisch basiert das Einzelstück auf dem Taycan Turbo GT. Mit bis zu 815 kW (1108 PS) ist er die leistungsstärkste Variante der Baureihe. Ein spezieller Pulswechselrichter an der Hinterachse sowie umfangreiche Leichtbaumassnahmen reduzieren das Gewicht gegenüber dem Taycan Turbo S um bis zu 75 Kilogramm.
Zum Serienumfang gehören zudem das Porsche-Active-Ride-Fahrwerk mit GT-Abstimmung und eine auf dynamisches Fahren ausgelegte Fahrwerksabstimmung.
Der Schweizer Besitzer will den Taycan Turbo GT nicht als Sammlerstück in der Garage stehen lassen. Der mehr als 1100 PS starke Elektro-Sportwagen soll als Alltagsfahrzeug genutzt werden – mit einer Gestaltung, die an einen ganz bestimmten Moment am See erinnert.
Fotos: David Künzler/Porsche