Mercedes C-Klasse: so fahren sich die Verbrenner nach dem Update
Peter Weissenberger | 04.11.2026
Mercedes überarbeitet die C-Klasse der Baureihe 206 zur Halbzeit ihres Lebenszyklus. Benziner, Diesel und Plug-in-Hybride erhalten technische und optische Neuerungen. Gegenüber dem jüngst vorgestellten Elektro-Bruder hat der klassische C einen gewichtigen Vorteil: Er ist weiterhin auch als Kombi erhältlich.
Nach dem Schliessen der Türen stellt sich rasch das vertraute Mercedes-Gefühl ein. Die verbesserte Dämmung sorgt für einen ruhigen Innenraum, in dem sich selbst die Vierzylinder von Benziner und Diesel akustisch angenehm zurückhalten.
Der Plug-in-Hybrid fährt nahezu lautlos elektrisch los. Bei den Mildhybrid-Versionen unterstützt der Startergenerator den Verbrenner unauffällig beim Beschleunigen und ermöglicht zudem das Abschalten des Motors beim Segeln. Ein elektrischer Zusatzverdichter verbessert das Ansprechverhalten bei niedrigen Drehzahlen. Im C 200 mit 130 kW (177 PS) und 250 Nm harmoniert der Motor gut mit der Neungang-Automatik, die ihre Schaltvorgänge sanft und kaum spürbar erledigt.
Insgesamt ist die C-Klasse komfortorientiert und souverän abgestimmt, bleibt aber auch auf kurvigen Strassen handlich. Dazu trägt die optionale Hinterachslenkung bei, deren Räder bis zu 2.5 Grad einschlagen und die Limousine besonders in engen Kurven agiler wirken lassen.
Die kräftigen Plug-in-Hybride bieten mit bis zu 290 kW (394 PS) und 650 Nm reichlich Reserven. Ihr Mehrgewicht ist allerdings nicht zu übersehen: Der C 400 e 4Matic bringt 2140 kg auf die Waage, der C 200 dagegen 1705 kg.
Die Plug-in-Hybride kombinieren den Benziner mit einem 100 kW (136 PS) starken Elektromotor. Der C 300 e erreicht 240 kW (326 PS), der C 400 e 4Matic sogar 290 kW (394 PS) und 650 Nm Systemdrehmoment. Die nutzbare Batteriekapazität beträgt 19.5 kWh, die elektrische Reichweite bis zu 100 km. Geladen wird mit maximal 11 kW an der Wallbox oder 55 kW am Schnelllader. Eine Ladung von 10 auf 80 Prozent dauert laut Mercedes 30 Minuten.
Aussen fallen der grössere Kühlergrill mit beleuchtetem Chromrahmen und neue Lichttechnik auf. Das optionale Digital Light mit Micro-LEDs leuchtet 40 Prozent mehr Fläche aus und benötigt bis zu 50 Prozent weniger Strom. Im Innenraum arbeitet die vierte Generation des Bediensystems MBUX. Sie integriert unter anderem ChatGPT, Microsoft Bing und Google Gemini. Zusätzliche Funktionen lassen sich über einen App-Store kostenpflichtig freischalten.
Die Limousine bietet 455 l Kofferraumvolumen, bei den Plug-in-Hybriden sind es 315 l. Das T-Modell fasst 490 bis 1510 l. Die C-Klasse bleibt damit eine komfortable und vielseitige Alternative zum neuen Stromer – insbesondere für Kunden, die weiterhin einen Kombi und eine breite Auswahl an Antrieben schätzen.
In der Schweiz startet die überarbeitete C-Klasse als C 200 Limousine bei 62'900 Franken. Für das T-Modell werden 2200 Franken Aufpreis fällig, womit der Einstiegspreis bei 65'100 Franken liegt. Der C 400 e 4Matic kostet mindestens 73'900 Franken.
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Technische Daten Mercedes C 400 e 4Matic T (Plug-in-Hybrid)
Karosserie Kombi, 5 Sitze, Länge 4.77 m, Breite 1.82 m, Höhe 1.46 m, Radstand 2.87 m, Kofferraum 360–1375 l, Leergewicht 2190 kg, Anhängelast 1800 kg (gebremst)