Dacia Striker: ein Kombi mit den typischen Dacia-Tugenden

Moritz Doka | 08.07.2026

Striker heisst Dacias neuestes Modell, angelehnt an das Umwerfen aller Kegel beim Bowling beim ersten Versuch. Genauso soll das Auto bei den Kunden einschlagen – und das dürfte klappen. Es ist nämlich endlich einmal wieder ein Kombi statt des X-ten SUV. Einer mit den typischen Dacia-Tugenden, ansprechendem Design und No-Nonsense-Ausstattung.

Striker 4x4 Adrien Cortesi 1

Der Striker sei «das Auto unserer Kindheit, neu interpretiert nach den Massstäben von heute». Übersetzt heisst das: ein Kombi mit bis zu 20 Zentimetern Bodenfreiheit (19 Zentimeter beim Vorderradantriebsmodell) und unlackierten Radhäusern – eine Art Audi-A6-Allroad-light.

Mit 4.62 Metern ist er fünf Zentimeter länger als der Bigster, aber flacher und weniger kantig, seine 1.53 Meter Höhe liegen ein paar Zentimeter unter den SUVs von Dacia. Luftwiderstandsbeiwert des höhergelegten Kombis: 0.29.

Die Lichtsignaturen erinnern entfernt an Skoda, aber generell ist das Design des Striker eigenständig und gefällig. Das Platzangebot kann sich sehen lassen: Bis zu 600 Liter fasst der Kofferraum. Leider gibt es keine Durchreiche und die Rücksitze lassen sich nur zweiteilig umklappen. Irgendwo musste gespart werden.

Immerhin gibt es einen höhenverstellbaren Ladeboden, damit beim Umklappen der Rücksitze keine Stufe entsteht. Gleichzeitig lässt sich der Ladeboden als Trennwand für Gegenstände nutzen, damit diese nicht im Kofferraum umherrutschen. Anhängelast? Bis zu 1.5 Tonnen.

Der Einstieg in den Fond gelingt dank der grossen Türöffnungen einfach, das Mass an Bewegungsfreiheit ist für einen Kombi im C-Segment gut bis sehr gut. Zur Not können hinten auch mal drei Personen sitzen, wenn man nicht gerade die lange Ferienreise antreten möchte. Dem Raumgefühl ist das optionale Glasdach zuträglich.

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Genau die Ausstattung, die es braucht

Im Cockpit bekommt man genau das, was man braucht und erwartet. Es ist alles funktional und ein kleines bisschen stylish. Infotainment (10.1 Zoll) und Digitalcockpit (7 Zoll) sind Serie, gut ablesbar und einfach zu bedienen, haben viele Funktionen und Darstellungsoptionen. Für viele Funktionen gibt es Knöpfe, Nonsens wie die Klimabedienung im Bildschirm kommt Dacia nicht in die Tüte.

Auch die Anmutung passt. In der Mittelkonsole des Allradmodells sitzt ein Drehschalter für die Fahrmodi. Zur Auswahl stehen «Auto», «Eco», «Snow», «Mud/Sand» und «Offroad». Die Bergabfahrhilfe funktioniert zwischen drei und 30 km/h.

Klar gibt es viel Plastik, wir sprechen immer noch von einem Auto mit einem Basispreis von deutlich unter 30'000 Franken. Aber der Striker trägt das alles mit Stolz. Die Verarbeitung ist gut, und es gibt schöne coole Akzente wie Verkleidungen aus recyceltem Kunststoff mit sichtbarem Granulat.

Man darf keine Massagesitze erwarten, und ein Head-up-Display gibt es auch nicht. Dafür gibt es andere nützliche Dinge wie zwei USB-C-Steckdosen, eine induktive Ladeschale, Klimaautomatik, Sitz- und Lenkradheizung – karg ist der Striker nicht.

Und noch etwas erinnert an Skoda: das clevere YouClip-System. Damit lässt sich Zubehör wie Getränke- und Tablet-Halter oder andere Dinge befestigen.

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Vollhybrid und Mildhybrid, Preis in der Schweiz deutlich unter 30'000 Franken

Unter der Motorhaube des rund 1.4 Tonnen leichten Striker gibt es bewährte Dacia-Technik: einen Vollhybrid mit 150 PS und Front- und einen Mildhybrid mit 155 PS mit Allradantrieb, beide mit Automatikgetriebe.. Ersterer kombiniert einen 109 PS starken 1.8-Liter-Vierzylinder mit zwei Elektromotoren, von denen einer als Startergenerator fungiert. Der Strom kommt aus einer 1.4-kWh-Batterie.

Der 48-Volt-Mildhybrid hat Verbrenner-seitig einen 1.2-Liter-Dreizylinder mit 140 PS und 230 Nm sowie an der Hinterachse einen Elektromotor mit 21 PS und 87 Nm Drehmoment. Die E-Maschine hat ein zweistufiges Automatikgetriebe, um das Drehmoment über einen breiten Geschwindigkeitsbereich zu verteilen. Für optimale Effizienz lässt er sich abkoppeln. Der gasbetriebene Motor wird in der Schweiz nicht angeboten.

Der Striker wird wohl etwas unterhalb des Bigster eingepreist sein, der in der Schweiz bei 27'990 Franken startet. Im restlichen Europa startet der Striker bei unter 25'000 Euro, allerdings ist in der Schweiz die niedrigste Ausstattungslinie nicht erhältlich.

Hierzulande geht es bei «Expression» los, die bereits einen adaptiven Tempomaten, eine Zweizonen-Klimaautomatik und andere Dinge mitbringt. Darüber rangieren «Extreme» und «Journey». Der Marktstart ist für Anfang 2027 geplant.

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Fotos: Dacia

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