Ford Transit City: Fünftes elektrisches Transit-Modell für den Einsatz in der Agglomeration

Automobil Revue | 30.03.2026

Ford erweitert die Palette seiner elektrischen Transit-Modelle. Mit dem Transit City bietet Ford erstmals ein Fahrgestell mit Einzelkabine für individuelle Umbauten im Ein-Tonnen-Segment an, dazu gibt es den Transit City als Kastenwagen mit zwei Radständen und Höhen.

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Ford Transit City: Fahrgestell mit Kabine, Kastenwagen L2H2 und Kastenwagen L1H1 (von links)

Angetrieben wird der Transit City von einem 110 kW (150 PS) starken Elektromotor, der an der Vorderachse sitzt. Als Stromspeicher dient eine Lithium-Eisenphosphat-Batterie (LFP) mit 56 Kilowattstunden Speicherkapazität.

Sie bietet eine Reichweite von 254 Kilometern, das ist nach Ford-Angaben das Doppelte der von 90 Prozent der Fahrzeuge in diesem Segment täglich zurückgelegten Strecke. Geladen werden kann die Batterie an einer DC-Säule mit 87 kW Ladeleistung. Damit braucht es 33 Minuten, um die Batterie von zehn auf 80 Prozent aufzuladen.

Ford Transit City als Fahrgestell mit Einzelkabine. Zum Vergrössern anklicken!

Das frontgetriebene Nutzfahrzeug kommt Ende des Jahres als Kastenwagen mit zwei verschiedenen Radständen und Höhen sowie als Fahrgestell mit Einzelkabine auf den Markt. Zu Preisen machte Ford noch keine Angaben.

In der grösseren L2H2-Version bietet der Transit City eine Ladelänge von mehr als 3 Metern, eine zulässige Nutzlast von 1275 Kilogramm und einen Stauraum von rund 8 Kubikmetern. Ebenso wie die kleinere L1H1-Variante kann er drei Euro-Paletten gleichzeitig transportieren. Der kürzere L1H1-Kastenwagen eignet sich besonders für beengte Innenstadtbereiche. Trotz seiner kompakteren Abmessungen kann er in seinem rund 6 Kubikmeter grossen Laderaum bis zu 1085 kg aufladen.

Ford Transit City L1H1. Zum Vergrössern anklicken!

Zum ersten Mal in diesem Nutzfahrzeug-Segment bietet Ford Pro den Transit City auch als Fahrgestell mit Einzelkabine an. Mit optimierten Längsträgern, klar definierten Befestigungsbereichen und standardisierten Elektro-Schnittstellen eignet es sich als Basis für Umbauten aller Art und für alle Branchen. Kunden können auf 200 zertifizierte Aufbauhersteller zurückgreifen.

Bis zu 200 Mal steigen Kurier- und Auslieferungsfahrer pro Tag in ihren Transporter ein und wieder aus. Dem trägt der neue Transit City Rechnung – etwa durch eine serienmässige Sitzheizung, die sich bei kühlen Temperaturen als wirkungsvoller erwiesen hat als die Kabinenheizung, oder auch durch das schlüssellose Startsystem.

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Laderaum des Ford Transit City L2H2

Ebenfalls ab Werk an Bord sind der automatische Notbrems-Assistent, Park-Pilot-Sensoren vorne und hinten, eine Rückfahrkamera, die adaptierte Geschwindigkeitsregelanlage und der Fahrspur-Assistent. Das Informations- und Entertainment-System läuft auf einem 12 Zoll grossen Touchscreen. Smartphones können kabellos via Apple CarPlay und Android Auto angeschlossen werden.

Ford Pro geht davon aus, dass der Wartungsaufwand beim Transit City gegenüber einem vergleichbaren Transporter mit Dieselmotor um 40 Prozent sinkt. Die Service-Intervalle wurden auf zwei Jahre oder 40‘000 Kilometer erweitert.

Die Garantie für die Hochvolt-Komponenten gilt für acht Jahre oder 160‘000 Kilometer.

Ford Transit City Innenraum. Zum Vergrössern anklicken!

Fotos: Ford

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