Mission S: Porsche denkt über den 911 hinaus

Automobil Revue | 15.10.2026

Der 911 bekommt Gesellschaft von oben: Mit der Studie Mission S kündigt Porsche eine neue Supersportwagenplattform mit Mittelmotor an. Sie soll mehr sein als die Basis für ein einzelnes Hypercar. Wie viel Leistung dahintersteckt, verrät der Hersteller noch nicht.

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Porsche denkt über den 911 hinaus: Die Studie Mission S gibt einen Ausblick auf einen neuen Supersportwagen mit Mittelmotor, der künftig das Angebot oberhalb des Sportwagenklassikers ergänzen soll. Anders als ein einmaliges Hypercar ist eine eigenständige Modellfamilie geplant.

«Der Mission S steht für eine Mittelmotor-Supersportwagenplattform oberhalb des 911 – nicht als einmaliges Hypercar, sondern als dauerhaftes und in seinen Ausprägungen vielfältiges, zusätzliches Angebot für unsere Kunden», sagt Porsche-Chef Michael Leiters.

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Die am 15. Oktober in New York vorgestellte Studie dient zugleich als Ausblick auf die künftige Designsprache der Marke. Die flache Front mit runden Scheinwerfern, ausgeprägte Kotflügel und eine weit nach hinten gezogene Dachlinie zitieren verschiedene historische Porsche-Modelle.

Anleihen finden sich unter anderem beim 911, beim 959 und beim Rennwagen GT1. Ein vollständig integrierter aktiver Heckflügel und eine an den Porsche 917 erinnernde Kühllösung verbinden Gestaltung und Funktion.

Auch im Innenraum setzt Porsche auf eine Mischung aus klassischen Bedienelementen und digitaler Technik. Fünf Rundinstrumente prägen das Cockpit.

Im Zentrum steht ein Drehzahlmesser mit analoger Nadel und zusätzlichem Display. Je nach Fahrmodus verändert sich die Anordnung der Instrumente; der Drehzahlmesser kann sich dem Fahrer annähern.

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Auf ein fest installiertes Zentraldisplay und einen separaten Bildschirm für den Beifahrer verzichtet die Studie. Stattdessen ist eine ausfahrbare Smartphone-Halterung vorgesehen, die mit Apples MagSafe-Technik kompatibel ist.

Das Mobiltelefon soll bei Bedarf Navigation und weitere Informationen anzeigen. Hinzu kommen neu gestaltete Druck-Zug-Bedienelemente für Komfort- und Fahrfunktionen.

Die Sitze greifen ebenfalls Motorsportthemen auf. Zu den konstruktiven Besonderheiten zählen ein in die seitliche Sitzwange integrierter Gurtschlossverschluss und neu positionierte elektrische Verstellmöglichkeiten.

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Mit dem Mission S kündigt Porsche nicht nur eine neue Formensprache, sondern auch eine strategische Erweiterung der Modellpalette an. Die geplante Mittelmotorplattform soll dauerhaft verfügbar sein und unterschiedliche Fahrzeugvarianten ermöglichen. Wie diese aussehen könnten und wann das erste Serienmodell auf den Markt kommt, lässt Porsche offen.

Der Mission S ist damit vorerst vor allem ein Ausblick auf Design und Fahrzeugarchitektur. Angaben zu Antriebsart, Leistung, Gewicht oder Fahrleistungen fehlen ebenso wie ein konkreter Termin für ein Serienmodell.

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Porsche 550 Spyder

Seine Weltpremiere feiert der Porsche Mission S an einem unternehmenshistorisch bedeutsamen Ort: einem Pier in Queens, New York, mit Blick auf die Skyline von Manhattan.

Erste Bilder des Porsche 550 Spyder mit Mittelmotor an diesem Pier gingen 1953 um die Welt. Als erster Supersportwagen der Marke gilt der 550 Spyder bis heute als identitätsstiftend für das Unternehmen.

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Porsche Mission S

Fotos: Porsche

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