Sommerreifen im Test: Budgetmarken bilden das Schlusslicht

Automobil Revue | 26.02.2026

Im aktuellen Reifentest des TCS mussten 16 Sommerreifen der Grösse 225/50 R17 antreten. Das Ergebnis ist prinzipiell gut, allerdings erhielten nur drei Reifentypen die Bestnote. Komplett durchgefallen ist kein Reifen, wenngleich drei Budget-Angebote sich auf den hinteren Plätzen versammelten. Interessant: Einer diese drei nur bedingt zu empfehlenden Reifen siegte sogar in einer Kategorie, er erzielt Bestwerte auf nasser Fahrbahn. Das allerdings auf Kosten der Ausgewogenheit.

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Das unterstreiche eindrucksvoll, «wie massgeblich eine ausgewogene Abstimmung und eine hochwertige Fertigung für die Gesamtqualität eines Reifens sind», zog der Touring Club Schweiz sein Fazit. Der TCS testete die Sommerreifen des Formats 225/50 R17 98W/Y zusammen mit seinen europäischen Partnerclubs. Reifen dieses Formats werden vor allem in der automobilen Mittelklasse aufgezogen, als Testfahrzeuge dienten Audi A4 Avant.

Dabei korrespondieren diese Testergebnisse durchaus mit dem Test der Pneu in Grösse 225/40 R18 XLdurch den deutschen Autoclub Europa, wenngleich der ACE im Gesamtergebnis zum Beispiel den Linglong Sport Master weniger stark abstufte.

Die Sieger: diese Reifen erhielten ein «sehr empfehlenswert»

Drei Reifen erhalten im Schlussergebnis die Bewertung «sehr empfehlenswert»: Der Continental PremiumContact 7, der neue Pirelli Cinturato (C3) und der Goodyear EfficientGrip Performance 2. Diese Modelle zeigten allesamt eine konstant hohe Leistungsfähigkeit auf allen Fahrbahnarten, ergänzt durch eine überzeugende prognostizierte Laufleistung, geringen Abrieb und eine gute Effizienz.

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Das breite Mittelfeld: hier gab es die Note «empfehlenswert»

Weitere sechs Reifen verfehlen ein «sehr empfehlenswert» teils nur knapp.

Der Firestone Roadhawk2 überzeugt bei den Fahreigenschaften, muss jedoch Abstriche bei der Laufleistung und beim Abrieb hinnehmen.

Der Falken Ziex ZE320 zeigt leichte Schwächen auf trockener Fahrbahn sowie bei der prognostizierten Laufleistung.

Beim Bridgestone Turanza 6 fallen leichte Defizite in der Fahrsicherheit auf, während er bei der Umweltbilanz mit überzeugenden Ergebnissen punktet.

Ähnlich verhält es sich beim erstmals getesteten Michelin Primacy 5: Auch dieser Reifen zeigt Schwächen bei der Fahrsicherheit, insbesondere auf trockener Fahrbahn, erreicht dafür jedoch die Bestnote in der Umweltbilanz des Tests.

Der Maxxis Premitra HP6 lässt vor allem auf nasser Fahrbahn nach; ausschlaggebend für sein lediglich befriedigendes Abschneiden ist jedoch die Laufleistung.

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Der Kumho Ecsta HS52 zeigt Defizite auf trockener Fahrbahn, zudem werden Abrieb und Effizienz nur mit «befriedigend» bewertet.

Vier weitere Reifen kamen ebenfalls auf ein «empfehlenswert» in der Schlussbeurteilung, allerdings waren bei Ihnen die Schwächen deutlicher ausgeprägt.

Der BFGoodrich Advantage zeigt Defizite auf nasser Fahrbahn, zudem wird auch sein Abrieb lediglich mit «befriedigend» bewertet.

Der Hankook Ventus Prime4 offenbart Schwächen auf nasser Fahrbahn, die sich am Ende so stark auswirken, dass er auch im Gesamturteil nicht über eine befriedigende Bewertung hinauskommt.

Der Vredestein Ultrac+ weist Schwächen auf trockener Fahrbahn auf. Bei der Laufleistung erreicht der Reifen gerade noch ein befriedigendes Niveau.

Schlusslicht in dieser Gruppe ist der Greentrac Quest-X. Er zeigt deutliche Defizite beim Bremsen auf nasser Fahrbahn, erreicht im Handling ebenfalls nur eine befriedigende Bewertung und schneidet auch bei Laufleistung, Abrieb und Effizienz lediglich befriedigend ab. Die Summe mehrerer durchschnittlicher Bewertungen wirkt sich deutlich auf das Gesamtergebnis aus.

Fehlende Ausgewogenheit: Die Schlusslichter

Alle drei Reifen am Ende des Testfelds sind sogenannte Budget-Reifen.

Der Lassa Revola verfehlt eine empfehlenswerte Gesamtbewertung zwar nur knapp, schneidet aufgrund deutlicher Schwächen auf trockener Fahrbahn jedoch folgerichtig lediglich mit «bedingt empfehlenswerten» ab. Zusätzlich zeigt der Reifen Defizite bei der Laufleistung und beim Abrieb.

Auch der Leao Nova-Force Acro weist ausgeprägte Schwächen auf trockener Fahrbahn auf und lässt darüber hinaus auf nasser Fahrbahn sowie bei Laufleistung und Abrieb spürbar nach.

Schlusslicht des Tests ist der Linglong Sport Master. Er verdeutlicht besonders eindrücklich, dass ein Reifen ausgewogen sein muss und es nicht ausreicht, lediglich in einer einzelnen Disziplin zu glänzen. Zwar erzielt er im Test die besten Ergebnisse auf nasser Fahrbahn – die Performance wurde konsequent in diese Richtung optimiert –, die Kehrseite dieser Auslegung sind jedoch die schwächsten Werte beim Fahrverhalten auf trockener Fahrbahn und in der Effizienz die geringste Laufleistung sowie der höchste Abrieb im gesamten Testfeld.

Fotos: TCS

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