Schweizer Bergmeisterschaft: Darbellay feiert Premiere in Les Rangiers

Automobil Revue | 17.08.2026

Victor Darbellay hat beim Bergrennen Saint-Ursanne – Les Rangiers seinen ersten Tagessieg in der Schweizer Berg-Meisterschaft gefeiert. Der Walliser setzte sich in seinem Nova NP01 gegen die gesamte Schweizer Konkurrenz durch. Der Sieg in der parallel ausgetragenen Europameisterschaft ging an den Franzosen Kevin Petit.

Darbellay Cornevaux

Victor Darbellay, Nova NP01

Es hatte sich angekündigt – und doch kam die Premiere überraschend. Victor Darbellay gewann bei der 81. Austragung des Klassikers im Jura erstmals ein Rennen zur Schweizer Berg-Meisterschaft.

Der 31-jährige Walliser musste sich im Gesamtklassement lediglich Kevin Petit geschlagen geben. Der Franzose startete allerdings nur für die Europameisterschaft und war mit seinem 3-Liter-Nova NP01 in der Addition der beiden Läufe gerade einmal 1.166 Sekunden schneller als Darbellay.

Volluz Darbellay Zemp

Joël Volluz, Victor Darbellay, Michel Zemp

Der Walliser bestätigte damit seine starke Saison und stellte nach La Roche und Anzère auch in Les Rangiers einen neuen Zweiliter-Streckenrekord auf. Seine 1:42.820 Minuten waren die siebtschnellste Zeit, die auf der 5.169 Kilometer langen Strecke je gefahren wurde.

«Das schönste Rennen von Europa im Rahmen der Schweizer Meisterschaft zu gewinnen, ist einfach fantastisch», freute sich Darbellay im Ziel.

Faustini Eichenberger

Robin Faustini, Nova NP01

Pech hatte dagegen Robin Faustini. Der Aargauer hätte mit einem Sieg seinen dritten Meistertitel in Folge vorzeitig sichern können. Nach 19 Tagessiegen in Serie riss die beeindruckende Serie ausgerechnet in Les Rangiers. Im ersten Lauf stellte der Motor seines Nova NP01 plötzlich den Dienst ein. Ein Motorschaden schien zunächst die Ursache zu sein, tatsächlich war ein defekter Kühler verantwortlich. Das austretende Wasser beschädigte zudem die Elektronik.

Sein Team brachte das Auto für den zweiten Lauf wieder an den Start. Faustini fuhr noch 1:45.0 Minuten und rettete sich damit auf den zehnten Gesamtrang sowie Platz vier der Schweizer Wertung. Die Meisterfeier muss damit bis zum nächsten Rennen in Oberhallau am 30. August warten.

Joël Volluz (Norma-Judd M20 FC) und Michel Zemp (Norma-Judd M20 FC 1170 Turbo). Zum Vergrössern anklicken!

Hinter Darbellay sorgte Joël Volluz mit seinem Norma-Judd M20 FC für einen Walliser Doppelsieg. Dritter der Schweizer Wertung wurde Michel Zemp mit seinem 1170er-Turbosportwagen. Für Zemp war es bereits der dritte Podestplatz im fünften Rennen. Damit liegt er nun auf Rang zwei der Meisterschaft und ist der einzige Fahrer, der Faustini theoretisch noch den Titel streitig machen kann.

Bei den Formelwagen setzte sich der Lokalmatador Roland Bossy im Tatuus F3-T318 durch. Er verwies die beiden Franzosen Nicolas Dumond und Ludovic Cholley auf die Plätze. Bossys jurassischer «Schützling» Ursanne Salomon verpasste eine bessere Platzierung nach einem Fahrfehler im ersten Lauf.

Meisel Eichenberger

Reto Meisel, Mercedes SLK 340

Meisel dominiert bei den Tourenwagen

Bei den Tourenwagen war Reto Meisel im Mercedes SLK 340 nicht zu schlagen. Der Aargauer, der auch die Europameisterschaftswertung anführt, steigerte sich von 1:56.5 auf 1:54.7 Minuten und sicherte sich damit die 25 EM-Punkte. Hinter dem Franzosen Nicolas Werver im Porsche GT3 R war Ludovic Monnier im VW Golf Turbo der beste Fahrer mit Schweizer Meisterschaftswertung. Monnier lag in der Addition 2.6 Sekunden vor Christoph Zwahlen im Porsche 911.

Spannend verlief das Duell in der Interswiss-Klasse bis 2 Liter. Stephan Burri im VW Scirocco lag nach dem ersten Lauf gerade einmal fünf Hundertstelsekunden vor Manuel Santonastaso im BMW 320. Im zweiten Durchgang konnte Burri den Vorsprung ausbauen und damit seine Position als Gesamtleader verteidigen.

Im Berg-Pokal gab es keine Veränderungen an der Spitze: Ludovic Monnier, Stephan Burri, Hans-Peter Eller und Werner Rohr holten sich jeweils die maximale Punktzahl.

Text: Auto Sport Schweiz

Die nächsten Läufe

29./30. August: Oberhallau*
19./20. September: Châtel-St-Denis – Les Paccots

* zählt zur Schweizer Junior-Meisterschaft

Klassensieger in Les Rangiers
Fünfter Lauf zur Schweizer Bergmeisterschaft

Klasse

Sieger

Fahrzeug

SuperSérie bis 3000 cm³

Sylvain Chariatte

Honda Integra Type R

SuperSérie Comp. bis 3000 cm³

Patric Kuster

Toyota GR Yaris

SuperSérie Comp. über 3000 cm³

Amir Selimovic

Porsche 911 GT3 RS

Gr. H bis 1600 cm³

Markus Brander

March 742

Gr. H bis 2000 cm³

Arnaud Biaggi

Opel Kadett C GT/E

Gr. H bis 3000 cm³

Angelo Grasso

Osella PA10

Gr. H Classic bis 2000 cm³

Robin Terrier

Opel Astra

Gr. H Classic bis 3000 cm³

Jean-Louis Fleury

Opel Ascona B

Gr. H Classic über 3000 cm³

Ruedi Stoop

Chevrolet Corvette

Gr. H Classic Monoplace

Frédéric Fleury

Martini Mk52

ISA bis 1600 cm³

Alphonse Kilchenmann

Suzuki Swift

R2

Alain Terrier

Skoda Fabia

R5

Michaël Burri

Toyota Yaris GR

TCR

Evann Mallet

Hyundai Elantra

E1 bis 1400 cm³

Mario Schöpfer

VW Polo

E1 bis 1600 cm³

Hans-Peter Eller

Opel Kadett C

E1 bis 2000 cm³

Ludovic Monnier

VW Golf Rally

E1 bis 2500 cm³

Hugo Mascaro

BMW E30

E1 bis 3000 cm³

Hermann Bollhalder

Opel Speedster

E1 bis 3500 cm³

Bruno Ianniello

Lancia Delta S4

E1 bis 4000 cm³

Nicolas Werver

Porsche 997 GT3 R

E1 über 4000 cm³

Manuel Gadeschi

Subaru Impreza STI

IS bis 1400 cm³

Sabrina Fankhauser

Toyota Yaris

IS bis 1600 cm³

Werner Rohr

Toyota Corolla AE86

IS bis 2000 cm³

Stephan Burri

VW Scirocco

IS bis 2500 cm³

Roman Marty

Opel Kadett C GT/E

IS bis 3500 cm³

Dominic von Rotz

Audi A4 Quattro

IS über 3500 cm³

«Speedmaster»

Porsche 997 GT3 R

CN bis 3000 cm³

Yohan Bardin

Norma M20 FC

E2 Silhouette

Laurent Brossard

TracKing RC01B

E2-SS bis 1150 cm³

Samuel Métroz

Formel Arcobaleno

E2-SS bis 2000 cm³

Patrick Cholley

Dallara F311

E2-SS bis 3000 cm³

Roland Bossy

Tatuus F3-T318

E2-SC bis 1600 cm³

Michaël Rollat

Spire GT3

E2-SC bis 2000 cm³

Victor Darbellay

Nova NP01

E2-SC bis 3000 cm³

Joël Volluz

Norma M20 FC

Petit Cornevaux

Kevin Petit, Sieger im Gesamtklassement für die Europameisterschaft

Fotos: Cornevaux, Eichenberger

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