E-Auto-Akkus: Auch nach 100’000 Kilometern bleibt die Reichweite hoch

Automobil Revue | 21.07.2026

Mit steigender Laufleistung verlieren Elektroautos zwar einen Teil ihrer Batteriekapazität. Eine Auswertung von knapp 10’000 Gebrauchtwagen-Tests aus Schweden zeigt jedoch: Moderne Traktionsbatterien halten deutlich besser als vielfach angenommen.

Kia Niro EV 01

Kia Niro

Auch nach mehr als 100’000 Kilometern verfügen viele Elektroautos noch über den Grossteil ihrer ursprünglichen Batteriekapazität. Das zeigt eine Analyse des schwedischen Gebrauchtwagenhändlers Carla.se, der 9954 Batterietests aus den Jahren 2022 bis 2026 ausgewertet hat.

An der Spitze des Rankings der reichweitenstärksten gebrauchten Stromer steht der Kia Niro EV mit 64-kWh-Batterie. Nach über 100’000 Kilometern weist der Koreaner im Durchschnitt noch 97,3 Prozent der ursprünglichen Kapazität auf. Knapp dahinter folgen der technisch verwandte Hyundai Kona Electric mit 97,2 Prozent sowie der Kia EV6 mit 96 Prozent.

Ebenfalls sehr gute Werte erreichen der Volvo XC40 Recharge und der Polestar 2 mit Batteriezellen von CATL. Auch der VW ID.3 mit 58-kWh-Akku kommt nach mehr als 100’000 Kilometern noch auf knapp 92 Prozent Batteriekapazität.

Die Untersuchung zeigt zudem, dass nicht nur das Fahrzeugmodell, sondern auch die verwendete Zelltechnologie einen Einfluss auf die Alterung hat. So erreicht das Tesla Model 3 mit LFP-Batterie von CATL nach 100’000 Kilometern durchschnittlich noch 93,3 Prozent Kapazität. Varianten mit Zellen von LG Chem oder Panasonic liegen mit 91,5 oder 89,8 Prozent darunter. Die kleinere Panasonic-Batterie mit 52,4 kWh erreicht im Mittel noch 88,2 Prozent.

Die Tests wurden mit dem Diagnosesystem des österreichischen Batteriespezialisten Aviloo durchgeführt. Berücksichtigt wurden nur Modelle mit ausreichender Datenbasis. Die Ergebnisse bestätigen: Moderne Elektroautos verlieren auch bei hoher Laufleistung weit weniger Batteriekapazität, als viele Käufer befürchten. SP-X/AR

Foto: Kia

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