Uno-X, AR und die Ladesäule als soziale Plattform

AR Redaktion | 20.06.2026

Uno-X Mobility ist viel mehr als ein Radteam. Hinter den gelben Trikots steht ein norwegisch-dänischer Mobilitätsanbieter aus der Reitan-Retail-Gruppe, der in Norwegen und Dänemark über 800 Self-Service-Standorte mit Kraftstoff, Autowäsche und EV-Charging betreibt. Das Team heisst nicht zufällig Uno-X Mobility. Der Radsport ist hier nicht nur Sponsoring, sondern rollendes Schaufenster für Verkehr, Energie und Alltagstauglichkeit.

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Genau deswegen passt diese Szene so gut zur Tour de Suisse. Eigentlich beginnt sie mit einem Misserfolg: vier Ladestationen, drei gescheiterte Versuche, Karten, die nicht funktionieren, Apps, Registrierungen, Freischaltungen, Fehlermeldungen. Irgendwann steht man irgendwo in Italien auf einem Parkplatz und fragt sich nicht mehr, wie weit das Elektroauto fährt, sondern ob überhaupt Strom in den Akku kommt.

Dann stehen zwei Škoda Enyaq von Uno-X neben mir. Andrei und Dany, Mechaniker des Teams, kommen ins Gespräch: Autos, Reichweiten, Norwegen,Tour de Suisse, Ladeleistung, Ladekarten. Dany zückt ohne Zögern die Teamkarte und schaltet die Säule frei. «Nein, du musst mir nichts geben», sagt er. Später gibt es natürlich Kaffee und Croissants. So viel Kultur muss sein.

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Technisch ist genau das der Kern der heutigen Elektromobilität. Das Auto ist nur noch ein Teil der Gleichung. Reichweite, Leistung, Platz, Preis und Komfort stimmen längst. Matchentscheidend ist das System davor: Ladeinfrastruktur, Authentifizierung, Roaming, Betreiber, Tarife, Ladeleistung, Bezahlweg, Verfügbarkeit. Eine Ladesäule kann physisch vorhanden sein – und digital trotzdem im Regen stehen.

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Uno-X kennt diesen Stresstest. Schon 2024 setzte das Team bei der Tour de France vollelektrische Škoda Enyaq als Sportdirektorenfahrzeuge ein: drei Wochen Rennen, lange Transfers, Ersatzräder, Funk, Werkzeug, Verpflegung, Zeitdruck. Kein Showcar, sondern Ernstbetrieb. Auch danach blieb der Enyaq im Zentrum der Teamcar-Partnerschaft mit Škoda.

Norwegen zeigt seit Jahren, dass Elektromobilität nur dann funktioniert, wenn Fahrzeuge und Infrastruktur gemeinsam wachsen. Genau dieser zweite Teil fehlt in Resteuropa vielerorts noch. Dabei ist Laden eine analoge, soziale Plattform: Man trifft Menschen, man fragt, man spriht, man hilft, vergleicht, diskutiert. Nicht nur an der Tour de Suisse.

Bilder: Michael Schenk

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