1999 brachte Audi den ersten Allroad auf den Markt. Ein höhergelegter A6 mit unlackierten Kunststoffschürzen und Allradantrieb, der genauso schlechtwegetauglich war wie all die Q-Modelle von heute – die notabene erst sechs Jahre später mit dem Q7 eingeführt werden sollten. Den SUVs zum Trotz hat der A6 Allroad auch heute noch seine Fans, weshalb nun die fünfte Generation debütiert – und die fügt der Rezeptur noch mehr Würze hinzu als bisher.
Audi A6 Allroad: Ein Hauch RS6
Moritz Doka | 16.06.2026
Eine Zeit lang hatten von Opel bis Peugeot die meisten grossen Hersteller einen oder mehrere Offroad-Kombis im Angebot. Heute sind sie praktisch vom Markt verschwunden. Audi hält als eine von wenigen Marken am Konzept fest und bekräftigt das mit der neuen, fünften Generation des A6 Allroad.
Erster A6 Allroad mit Breitbau
So wächst der Allroad satte 111 Millimeter in die Breite und misst ohne Aussenspiegel 1.99 Meter. Die Lufteinlässe fallen grösser aus und sind mit einem Gitter mit Hexagon-Muster verschlossen. Die Felgen sind im Durchmesser um ein Zoll gewachsen und messen zwischen 19 und 21 Zoll, die Spurweite ging um 74 Millimeter vorne und 70 Millimeter hinten in die Breite. Eine All-Terrain-Bereifung ist nicht in der Optionsliste.
Man könnte den Allroad fast für einen RS6 halten, wenn die Anbauteile in glänzendem Schwarz nicht wären. Sie sind auch unlackiert erhältlich, um den robusten Look noch zu verstärken. Ein Unterfahrschutz vorne und hinten und eine Dachreling mit 100 Kilogramm Traglast vervollständigen die Allroad-Kur. Anhängelast: bis zu 2.5 Tonnen.
Zumindest in Sachen Optik. Um die Geländetauglichkeit zu verbessern, bekommt der Allroad 34 Millimeter mehr Bodenfreiheit und ein aktives Luftfahrwerk, das die Karosserie um bis zu 35 Millimeter zusätzlich anheben oder um 20 Millimeter absenken kann, je nach Fahrmodus. In «Offroad+» lässt die Traktionskontrolle mehr Schlupf, das Sperrdifferenzial greift stärker ein. Die Lenkung wurde steifer angebunden, soll direkter sein und mehr Rückmeldung liefern.
Plug-in-Hybrid oder V6-Diesel
Zwei Antriebe stehen zur Wahl: ein V6-Mildhybrid-Diesel mit 220 kW (299 PS) und 580 Nm Drehmoment, den es auch im neuen Audi Q7 gibt, sowie erstmals im Allroad ein Plug-in-Hybrid mit 270 kW (367 PS) Systemleistung und 500 Nm Drehmoment, der maximal 95 Kilometer rein elektrisch zurücklegen kann. Allradantrieb ist Serie, beim PHEV auch eine Hinterachslenkung, beim Diesel kostet sie Aufpreis.
Im Cockpit gibt es all die Annehmlichkeiten eines A6, von einer Vierzonen-Klimaautomatik bis zu den neuen Multikontursitzen. Im Infotainment werden Kipp-, Neigungs- und Lenkwinkel, Höhe über Meer, Koordinaten und die Fahrwerkshöhe angezeigt.
Preis ab 91'000 Franken
Bestellbar ist der A6 Allroad mit Plug-in-Hybrid zu Preisen ab 91'000 Franken, der Diesel kostet ab 97'900 Franken. Das sind zwischen 2000 und knapp 6000 Franken mehr als beim vergleichbaren A6.
Bildergalerie Audi A6 Allroad (2026)
Bilder: Audi
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