Toyotas erstes Elektroauto hatte keinen glücklichen Start erwischt. Die Stichworte «Radschrauben», «AC-Ladeleistung» und «Reichweitenanzeige» sollen an dieser Stelle genügen. Abgesehen von Norwegen, wo der bZ4X den ersten Platz der Verkaufsstatistik belegt, sind die Zulassungszahlen denn auch eher bescheiden. Grundsätzlich ist der bZ4X ein grundsolides und gut fahrendes Auto, das durchaus mehr Erfolg verdient hätte. Dieser könnte sich bald einstellen, denn der bZ4X wurde grundlegend überarbeitet.
Willkommenes Update des Toyota bZ4X
Moritz Doka | 12.03.2025
Mit seinem ersten Elektroauto, dem bZ4X, hatte Toyota so seine Startschwierigkeiten. Das Facelift bringt nun neben optischen vor allem technische, sehr willkommene Neuerungen mit.
Schärferes Design
Das Optikkapitel ist relativ schnell abgehakt. Das Design des bZ4X passt sich dem aktuellen Toyota-Markengesicht mit C-förmigen Leuchten und durchgehendem LED-Band an. Insgesamt wurde das Design etwas entschärft und modernisiert, sodass er jetzt allgemeinverträglicher daherkommt. Damit ähnelt er seinem kleinen Bruder und dem neuesten Elektroauto von Toyota, dem C-HR+.
Was bleibt sind die Radhäuser in Kontrastlackierung und die grundsätzliche Formensprache mit heckseitig abfallendem Dach. Laut Toyota sei auch die Aerodynamik optimiert worden.
Modernerer Innenraum
Im Cockpit wurde die Mittelkonsole angepasst. Sie hat nun zwei induktive Ladeschalen, die Bedienung wurde überarbeitet. Darüber sitzt nun ein neues 14-Zoll-Infotainment mit einer verbesserten Navigation und Drehrädern zur Bedienung. Das Digitalcockpit sitzt nach wie vor oberhalb des tief platzierten Lenkrads, allerdings verzichtet es auf die Kunststoffeinfassung. Wir konnten bereits im bZ4X Platz nehmen und können konstatieren: Es wirkt viel luftiger und aufgeräumter als bisher.
Fahren konnten wir noch nicht. Doch Toyota verspricht, dass es sich im neuen bZ4X dank verbesserter Geräusch- und Vibrationsdämmung leiser und komfortabler reisen soll als bisher. Wer es nobler und sportlicher möchte, muss zum Lexus-Zwilling RZ greifen. Den gibt es ab sofort als neues sportliches Topmodell RZ 550e. Der kommt mit Steer-by-Wire-Lenkung samt Yoke-Lenkrad und einem simulierten Achtgang-Getriebe.
Mehr Reichweite und Ladeleistung
Der neue bZ4X wird nun in drei Leistungsstufen angeboten: 123 kW (167 PS) und 165 kW (224 PS) mit Vorderradantrieb sowie die Allradantriebsversion mit 252 kW (343 PS). Die kleinste Leistungsstufe ist an eine 57.7-kWh-Batterie gekoppelt, die beiden stärkeren verfügen über eine 73.1-kWh-Einheit für Reichweiten von bis zu 573 km.
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Aufgeladen werden kann nun mit bis zu 22 kW bei Wechselstrom (AC) und weiterhin 150 kW bei Gleichstrom (DC). Dank einer neuen Batterievorkonditionierung soll das Laden dennoch in den meisten Fällen schneller gehen als bisher. Zudem wurde die Anhängelast des neuen bZ4X auf 1500 Kilogramm verdoppelt.
Marktstart und Preis
In Europa wird der überarbeitete Toyota bZ4X ab Herbst 2025 zu haben sein. Die Preise sind noch nicht bekannt. Zurzeit startet der Listenpreis für den Toyota bZ4X bei 41.400 Franken. Im Preis inbegriffen sind zehn Jahre (maximal 185'000 km) serviceaktivierte Garantie.
Bildergalerie Toyota bZ4X Facelift
Bilder: Toyota
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