Mercedes C-Klasse: elektrisch, mit neuem Innenraumkonzept und mehr Komfort

Klaus Justen | 20.04.2026

Seit mehr als 30 Jahren und in fünf Generationen ist die Mercedes C-Klasse auf dem Markt. In diesem Jahr wird die C-Klasse elektrisch und tritt damit gegen den BMW i3 als Hauptkonkurrenten an.

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Gegenüber der Vorgängergeneration hat die neue C-Klasse noch mal spürbar zugelegt. Mit einer Länge von 4.88 Meter übertrifft sie die aktuelle Generation um rund 13 Zentimeter (Breite 1.83 und Höhe 1.50 m). Der Radstand ist von 2865 auf 2962 Millimeter gewachsen. In Kombination mit der Tatsache, dass die neue C-Klasse auf einer Elektroplattform (MB.EA-M) aufbaut, ergibt das im Innenraum deutlich mehr Platz und Beinfreiheit, etwa durch den Entfall des Kardantunnels.

Das Kofferraumvolumen gibt Mercedes mit 470 Litern an, dazu kommen 101 Liter im grosszügig angelegten Frontkofferraum (Frunk). Das Topmodell Mercedes C400 4Matic kommt mit einem fahrfertigen Leergewicht von 2460 Kilogramm propper daher, das zulässige Gesamtgewicht liegt bei 2965 Kilogramm, das ergibt eine Zuladung von 505 kg.

In der Schweiz ist der Verkaufsstart für die neue elektrische C-Klasse für Anfang Mai geplant. Dann werden auch die Preise bekanntgegeben. Die ersten Fahrzeuge stehen voraussichtlich Anfang September bei den Händlern.

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Die neue C-Klasse baut auf dem gleichen Antriebssystem auf wie der Mercedes GLC, arbeitet also mit 800 Volt Betriebsspannung mit entsprechenden Ladeleistungen. Bei der C-Klasse gibt Mercedes diese mit 330 kW an, das erlaubt es, die Batterie innerhalb von 22 Minuten an einer DC-Säule von 10 auf 80 Prozent nachzuladen. Für das Laden an einer AC-Säule oder an der heimischen Wallbox beträgt die Ladeleistung 11 kW, optional ist auch ein Ob-Board-Charger mit 22 kW erhältlich.

Starten wird Mercedes die Markteinführung mit dem Mercedes C400 4Matic. Dessen Batterie (NMC) hat eine Speicherkapazität von 94 Kilowattstunden, diese ermöglicht Reichweiten bis zu 760 Kilometern.

Die Batterie liefert Strom an zwei Permanentmagnet-Motoren an Vorder- und Hinterachse, sie entwickeln eine Systemleistung von 360 kW (490 PS) und ein Nenndrehmoment von 800 Nm. Dies ermöglicht den Sprint von 0 auf 100 km/h in 4.0 Sekunden. Damit liegt die Marke mit dem Stern bei den Leistungswerten vor der Konkurrenz aus Bayern, bei der Reichweite eine Kleinigkeit hintendran.

In der C-Klasse ist in der Hinterachse ein Zweiganggetriebe verbaut. Der erste Gang ist mit 11:1 kurz übersetzt. Damit sind hohe Beschleunigungswerte aus dem Stand möglich, der zweite Gang mit einem Übersetzungsverhältnis von 5:1 ist auf hohe Effizienz auf der Autobahn ausgelegt. Die Schaltpunkte hängen von der Fahrsituation und dem gewählten Fahrprogramm ab.

Der Elektromotor an der Vorderachse ist im normalen Fahrbetrieb über eine Disconnect Unit vom Antriebsstrang abgekoppelt, um so keine unnötigen Schleppverluste zu produzieren.

Im nächsten Jahr folgen weitere Modelle mit Heck- und Allradantrieb sowie verschiedenen Batterievarianten. Darunter ist ein Heckantriebler mit einer voraussichtlichen Reichweite von bis zu 800 Kilometern.

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Der Innenraum der Mercedes C-Klasse

Auf den ersten Blick dominiert im Immenraum die Armaturentafel, die sich beim MBUX Hyperscreen über die komplette Fahrzeugbreite erstreckt. Die Matrix-Backlight-Technik stellt die Informationen mit rund zehn Millionen Pixeln dar, einzelne Bereiche werden durch unterschiedliche Helligkeitszonen hervorgehobenund erlauben es, für den Beifahrer eigene Inhalte darzustellen.

Hyperscreen und Mittelkonsole sind optisch verbunden. Bis zu zehn unterschiedliche Ambientestyles stehen für die Beleuchtung zur Wahl, optional kann sich das Ambientelicht bis zum grossen Glasdach erstrecken. Einzeln illuminierte Sterne im Dach ergeben einen Sternenhimmel.

An Langstreckenfahrer richten sich die neuen Sitze, die in das «Energizing Comfort» genannte Komfortsystem eingebunden sind. Je nach Ausstattung gibt es ein Zusammenspiel aus Klimatisierung, Sitzheizung, Massagefunktion, Ambientebeleuchtung und Musik. Optional bietet die neue elektrische C-Klasse in Kombination mit der elektrischen Sitzverstellung mit Memory-Funktion auch «Energizing Sitzkinetik» an. Sie unterstützt mit kleinen Bewegungen in derNeigung von Sitzfläche und -lehne die Muskulatur – und steigert so das Wohlbefinden insbesondere auf langen Strecken.

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Vernetzte Luftfederung in der neuen Mercedes C-Klasse

Die Airmatic genannte Luftfederung in der C-Klasse soll durch die Verknüpfung mit dem Mercedes-Benz Operating System (MB.OS) noch effizienter arbeiten. Um vorausschauend auf so genannte Speed Bumper, also künstliche Schwellen zur Reduzierung des Tempos, reagieren zu können, nutzt sie Kartendaten von Google – und in einem weiteren Schritt auch Daten, die andere Mercedes-Fahrzeuge zur Verfügung stellen.

Car-to-X nennt sich das – das Fahrzeug sendet Sensordaten an eine Cloud, andere Fahrzeuge können diese Daten nutzen. Einmal erkannte Schwellen werden 14 Tage lang gespeichert, die Information steht in dieser Zeit allen anderen Mercedes-Benz Fahrzeugen mit Car-to-X zur Verfügung. Wird die Schwelle in dieser Zeit nochmals von einem Mercedes-Benz mit intelligenter Dämpfung überfahren, verlängert sich die Speicherdauer entsprechend.

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Fotos: Mercedes-Benz

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