BMW i3: die Limousine der Neuen Klasse startet als Allradmodell mit bis zu 900 Kilometern Reichweite

Klaus Justen | 18.03.2026

BMW bringt das zweite Modell der Neuen Klasse auf den Markt. Die Produktion startet im Spätsommer im Werk München, im Herbst sollen die ersten Fahrzeuge zu den Kunden rollen. Den Auftakt macht der BMW i3 mit zwei Elektromotoren und einer Systemleistung von 345 kW (469 PS), der mit hohen Ladeleistungen und grosser Reichweite punktet.

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Damit bringt BMW nun auch das Kernmodell der Marke, den 3er, mit elektrischem Antrieb. Der i3 ist mit 4.76 Metern um fünf Zentimeter länger als der weiter angebotene Verbrenner-3er. Auch bei Breite (1.87 Meter), Höhe (1.48) und Radstand (2.90 Meter) übertrifft der i3 die 3er Limousine um ein paar Zentimeter.

Der erste vollelektrische BMW 3er startet als BMW i3 50 xDrive, der jeweils eine E-Maschine an der Vorder- und an der Hinterachse besitzt. Hinten handelt es sich um einen elektrisch erregten Synchronmotor, vorne wird ein neu entwickelter Asynchronmotor eingesetzt. Die gemeinsame Systemleistung beträgt 345 kW (469 PS), das maximale Drehmoment liegt bei 645 Nm. Damit teilt sich der i3 die Antriebsdaten mit dem BMW iX3, der als erstes Modell der Neuen Klasse lanciert wurde.

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Preise kommuniziert BMW für den i3 noch nicht – wenn man spekulieren will, sollte er um einige tausend Franken günstiger liegen als der iX3. Dessen Preisliste beginnt in der Schweiz bei rund 82‘000 Franken, man darf also mal für den i3 auf Preise in den oberen 70‘000 rechnen.

Punkten soll die Limousine mit ihrer Langstreckentauglichkeit. Dank der 800-Volt-Technologie erreicht der BMW i3 hohe Ladeleistungen von bis zu 400 kW, damit lassen sich nach Herstellerangaben in zehn Minuten 400 Kilometer neue Reichweite nachladen. Mit vollgeladener Batterie, die vermutlich wie beim iX3 um 108 kWh Kapazität hat, soll der BMW i3 bis zu 900 Kilometer am Stück schaffen gemäss WLTP. Das sind glatte 100 Kilometer mehr als das SUV iX3 – hier wirken sich die Aerodynamikvorteile der Limousine aus.

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Der BMW i3 verfügt ausserdem über bidirektionalen Ladefunktionen. Mit Vehicle-to-Load können elektrische Geräte direkt vom Auto aus mit Strom versorgt werden, wenn man sich für die Option AC-Laden Professional entschieden hat, ausserdem beherrscht der i3 Vehicle-to Home und Vehicle-to-Grid. Er kann also Strom ins Haus einspeisen und sogar ins öffentliche Stromnetz.

Auch bei der Fahrzeugsteuerung durch den neuen Hochleistungsrechner (Heart of Joy) nutzt der i3 das Potenzial der Neuen Klasse, das Interieur ist geprägt vom grossen Bildschirm (17.9 Zoll) und dem Panoramic iDrive, das sich über die komplette Windschutzscheibenbreite zieht und Fahrerin oder Fahrer mit allen notwendigen Informationen versorgt.

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Der BMW i3 wird im Stammwerk der BMW Group in München produziert, der BMW iX3 entsteht im neuen BMW-Werk Debrecen in Ungarn. In den vergangenen vier Jahren wurde das Stammwerk für die Neue Klasse umgebaut, neben einem neuen Karosseriebau entstand eine hochmoderne Fahrzeugmontage inklusive Logistikflächen. Die Umbauten sind in der Endphase, ab August 2026 startet in diesen Hallen die Produktion des neuen BMW i3.

Ein Jahr später werden im Stammwerk nur noch ausschliesslich vollelektrische Fahrzeuge der Neuen Klasse gebaut.

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Fotos: BMW

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