Smart #2: Das Comeback des Kult-Kleinstwagens startet im Frühjahr 2027

Klaus Justen | 24.06.2026

Das ist China-Speed: Im Spätsommer vergangenen Jahres hat Smart angekündigt, dass der ultrakompakte Kleinwagen eine elektrische Neuauflage erhalten wird, im Herbst 2026 wird das Modell seine Premiere an der Mondial in Paris feiern und dann Anfang 2027 auf den europäischen Märkten eingeführt. Nun war ein erster Einblick in das Interieurdesign des Smart #2 möglich, auch erste technische Eckdaten des Elektrowagens wurden bekannt – auf den Smart Schweiz einige Hoffnungen setzt.

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Denn der Kleinstwagen mit Schweizer Wurzeln hat immer noch eine grosse Fangemeinde in der Schweiz – nicht nur in Italien, wohin in der rund ein Vierteljahrhundert dauernden Bauzeit der ersten Generationen mehr als 600‘000 Autos verkauft wurden. Von denen sind nach Angaben von Smart-Europachef Wolfgang Ufer immer noch rund 90 Prozent immatrikuliert.

In der Schweiz ist die Fangemeinde in absoluten Zahlen zwar kleiner, aber nicht minder markentreu, sagt Elias Klauser, Chef von Smart Schweiz. Noch mehr als 26‘000 Smart Fortwo sind auf Schweizer Strassen unterwegs, und deshalb erhofft sich Klauser einen Schub für die Verkaufszahlen.

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Bislang wird Smart nach Aufgehen in der neuen Eigentümerstruktur – 50 Prozent Geely, 50 Prozent Mercedes-Benz und den danach lancierten Modellen #1, #3 und #5 als Marke grosser, kräftiger SUV wahrgenommen, was beim rund 4.70 Meter langen #5 ja nicht von der Hand zu weisen ist.

Der neue Smart #2 ist mit 2.79 Metern Länge zwar fast 30 Zentimeter länger als der Ur-Smart, das City-Coupé, aber damit immer noch ultrakompakt und deutlich handlicher als die konventionelle Kleinwagenklasse, die inzwischen bei rund vier Meter angekommen ist. Klarer Vorteil für den Smart in grossen Städten und deren Agglomeration.

Klauser erwartet mit dem Smart #2 auch, dass seine Marke für Flotten interessanter wird. Damit würde der Kleinwagen zum Türöffner und Einstiegsmodell in gewerbliche Fuhrparks.

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Seinen ersten feierlichen Auftritt hatte der Smart #2 an der Peking-Motorshow. Dort präsentierte sich der Kleinwagen als moderne und frische Wiedergeburt des zwei Millionen Mal verkauften Ur-Smart. In Weiss mit goldenen Applikationen kommt der #2 sehr wertig daher – und das setzt sich beim Interieur, auf das wir im Studio nun erste Blicke werfen konnten, fort.

In der Farbkombination Grau/Schwarz wird das vermutlich nicht mehr ganz so edel aussehen wie im Showmodell mit weissem (Kunst-) Leder und goldenen Details wie in den Lüftungsdüsen oder bei den Griffschlaufen, um die diversen Fächer zu öffnen.

Was aber auf jeden Fall bleiben wird: ein grosszügiges Raumangebot mit viel Platz für Fahrer und Beifahrer. Hier muss niemand die Beine oder den Kopf einziehen. Das Cockpit ist S-förmig geschwungen, aber das Beste am Konzept ist die Sitzbank. Sie ist durchgehend und erlaubt es, in engen Parklücken auf der gegenüberliegenden Seite auszusteigen. Ziel von Smart: Der klar strukturierte Innenraum soll ein grosszügiges Raumgefühl und gehobenes Ambiente vermitteln.

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Erste Informationen gibt es auch zur Technik des Smart #2, der auf der ECA-Plattform (Electric Compact Architecture) aufbaut. Die Energie für den Antrieb speichert eine LFP-Batterie mit knapp 36 kWh Kapazität, das soll gut sein für eine Reichweite von 300 Kilometern. Der Elektromotor sitzt an der Hinterachse – der Hinterradantrieb sei alternativlos bei einem Fahrzeug dieser Länge. Zur geplanten Leistung des Elektroantriebs wollte Smart noch keine Angaben machen, man darf von rund 100 PS ausgehen.

Auf jeden Fall soll der Smart #2 eine DC-Ladefunktion erhalten; auch hier gibt es noch keine exakten Leistungsangaben, das Nachladen von 10 auf 80 Prozent soll in unter 20 Minuten machbar sein. Das entspräche einer rechnerischen Ladeleistung im Bereich um 70 kW.

Die Länge des Smart #2 wird bei exakt 2792 Millimeter liegen, der Wendekreis bei 6.95 Metern von Bordstein zu Bordstein, damit kann man trotz gewachsener Länge mit dem Ur-Smart mithalten.

Für die Sicherheit der Passagiere hat Smart die Tridion-Sicherheitszelle weiterentwickelt.

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Der Smart #2 baut auf der ECA-Plattform auf

Beim Preis kann man nur schätzen: Schliesslich ist man aktuell noch fast ein Jahr vor Markteinführung. Messlatte könnte der Preis des Renault Twingo sein, wobei der Smart vermutlich einen spürbaren Abstand einhalten wird. Aktuell liegt der Twingo bei einem Preis ab 18‘900 Franken, der Smart #2 könnte bei rund 21‘000 Franken liegen.

Fotos: Smart

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