Cupra hat den Kleinwagen Raval, Skoda den Crossover Epiq, VW mit dem ID. Polo und dem ID. Cross als einzige Konzernmarke beides. Der Neuling ist in alle Richtungen ein paar Zentimeter grösser als der ID. Polo, bleibt mit 4.15 Metern aber immer noch parkplatzfreundlich. Unlackierte Schürzen und Schweller verzeihen den ein oder anderen Kratzer, Grafiken in der C-Säule erinnern an luftgekühlte VWs vergangener Tage.
VW ID. Cross: Eine Idee höher
Moritz Doka | 21.07.2026
Weiter geht’s mit VWs ID-Modelloffensive. Jetzt ist der ID. Cross an der Reihe, ideell ein elektrisches Pendant zum konventionell angetriebenen T-Cross. Er nimmt die Stärken des ID. Polo und fügt dem Rezept gerade so viel Platz hinzu, dass man ihn als Erstwagen in Betracht ziehen könnte.
Kompakt, aber mit viel Platz
2.6 Meter Radstand versprechen Platz für Passagiere und Gepäck, beides löst der ID. Cross ein. Das Ladeabteil fasst 475 bis 1345 Liter, im Fond sitzen auch grosse Erwachsene kommod – Spitzenklasse für einen Kleinwagen. Im 22-Liter-Frunk findet das Ladekabel Platz, die Anhängerkupplung zieht 1.2 Tonnen und stützt 75 Kilogramm. Ideal für zwei E-Bikes, die direkt am Auto durch Vehicle-to-Load (V2L) geladen werden können.
Bis zu 436 km Reichweite
Drei frontgetriebene Leistungsstufen stehen zur Wahl: 85 kW (116 PS), 99 kW (135 PS) und 155 kW (211 PS), wobei nur Letztere den 52-kWh-Akku mit 436 Kilometer Reichweite bekommt. Darunter sind es 37 kWh, der mit 90 kW geladen werden kann. Der grössere schafft 105 kW. Hier wie da beträgt die Ladezeit von zehn auf 80 Prozent rund 25 Minuten. Zudem kann der ID. Cross bis zum Stillstand rekuperieren, was bei bisherigen VAG-Modellen nicht ging.
Aufräumarbeiten im Cockpit
Wie die Antriebe stammt die Cockpitarchitektur eins zu eins aus dem ID. Polo. Gut so, wären Material- und Verarbeitungsqualität doch selbst einer höheren Klasse würdig. Zudem gibt es endlich eine Bedienung, die den Namen auch verdient, weil echte Knöpfe die Touchflächen ersetzt haben. Hinzu kommt ein logisch aufgebautes und reaktionsschnelles 12.9-Zoll-Infotainmentsystem und ein Digitalcockpit mit 10.25 Zoll Diagonale, das sich im Gegensatz zum bisherigen Mäusekino einwandfrei ablesen und konfigurieren lässt.
Drei Ausstattungslinien sind verfügbar: «Trend», «Life» und «Style». Ab der mittleren sind eine Zweizonen-Klimaautomatik und der adaptive Abstandstempomat enthalten, ab Style kommen Matrix-LED-Scheinwerfer, Keyless Go und vieles mehr hinzu. In der Aufpreisliste steht der «Connected Travel Assist», der auf Autobahnen selbstständig die Spur wechseln und in der Stadt Ampeln erkennen und entsprechend handeln kann.
Preis ab 27'600 Franken
Auf den Markt kommt der VW ID. Cross im Herbst 2026, die Preise starten bei 27'600 Franken. Zum Vergleich: Das Konzern-Schwestermodell Skoda Epiq kostet in der Schweiz ab 25'900 Franken, der ID. Polo ab 24'900 Franken.
Bildergalerie VW ID. Cross (2026)
Bilder: VW
Kommentare
Keine Kommentare